Oldie but Goldie. Oder: Alter schützt vor Leistung nicht. Ivo Karlovic knackt eine 25 Jahre alte Marke – und kann nachlegen.

Erst zaubert Kyrgios – dann nur noch Karlovic

In einem Generationenduell ging es im Viertelfinale von Houston gegen Nick Kyrgios. Der Australier erwischte den Aufschlagriesen direkt zu Beginn des Spiels auf dem falschen Fuß und nahm ihm zum 2:0 den Service ab. In der Folge hatte der Favorit beim eigenen Aufschlag kaum Schwierigkeiten – und fing auch noch das Zaubern an. Kein gutes Zeichen für den Gegner, wenn Kyrgios solche Tweener wie beim Stand von 4:1 rausholt.

Doch Ivo Karlovic bringt so schnell nichts aus der Fassung. Der 39-Jährige schlug zurück. Und das gleich doppelt. Mit Breaks zum 4:2 sowie 6:2 sorgte der Kroate für den Satzausgleich.

Überraschungs-Halbfinale wartet

Im dritten Durchgang fing der Oldie dann selber das Zaubern an. Kyrgios staunte nicht schlecht, dass er plötzlich mit den eigenen Waffen geschlagen wurde. Beim Stand von 0:1 und 2:3 konnte der Australier im entscheidenden Durchgang noch jeweils zwei Breakbälle abwehren, beim 3:4 war es dann aber soweit. Die Entscheidung, denn Karlovic brachte das Match locker zum 3:6, 6:2, 6:3 zu Ende.

Mit dem Einzug in das Halbfinale eines ATP-Turniers schrieb „Dr. Ivo“ Geschichte. Seit Legende Jimmy Connors 1993 in San Francisco schaffte es kein Spieler dieses Alters mehr in die Vorschlussrunde. Sollte Karlovic dort gegen Halbfinal-Debütant Tenny Sandgren erfolgreich sein, dann würde er sogar eine 41 Jahre alte Marke knacken und wäre ältester Finalist seit Ken Rosewall 1977 in Hongkong.


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