Wer hätte damit wirklich gerechnet? „Angie“ serviert die nächste hochkarätige Gegnerin ab. Der Titel in Sydney rückt immer näher.


Kerber wieder mit mächtig Power

Nach dem Dreisatzsieg gegen Venus Williams, immerhin die Nummer fünf der Welt, ging es im Viertelfinale gegen die Slowakin Dominika Cibulkova. Eine unangenehme Aufgabe, was auch die 5:5-Bilanz im direkten Vergleich unterstreicht. Kerber und Cibulkova schenken sich in ihren Duellen nichts.

Doch dieses Mal kam es ganz anders. Weil „Angie“ in einer überragenden Verfassung ist. Selbst von dem 0:2-Kaltstart ließ sie nicht nicht beirren, sondern schlug dann mit einem starken Lauf zurück. Zwei Breaks und vier gewonnene Spiele später hieß es 4:2 für Kerber, die dann auch zum 6:3 verwandelte. Mit genau dem druckvollen Spiel, welches ihr neuer Trainer Wim Fissette von ihr fordert:

In der Defensive ist sie schon richtig stark, aber sie muss ihre offensiven Qaulitäten mehr nutzen.

Tat die Nummer 22 der Welt dann auch im zweiten Durchgang. Und wie! Kerber servierte insgesamt vier Asse – Cibulkova gar keins – und brachte ihre Gegnerin immer wieder in größte Bedrängnis mit dem druckvollen Spiel. Das zahlte sich aus, denn „Angie“ gelangen erneut zwei Breaks zum 3:1 sowie 5:1. Nach nur 82 Minuten stand kurz darauf ein deutliches 6:3, 6:1 auf der Anzeigetafel.

Im Halbfinale trifft sie nun auf die Siegerin der Partie Giorgi gegen Radwanska. Aber eins steht fest: In dieser Verfassung ist Angelique Kerber nur schwer zu schlagen und zählt definitiv auch zum engeren Favoritenkreis bei den Australian Open.

Gojowczyk in Auckland raus

Seine Titelträume hingegen beenden musste Peter Gojowczyk. Der DTB-Profi hatte im Achtelfinale noch sensationell die Nummer acht der Welt, Jack Sock, bezwungen. Nun war aber im Duell zweier ungesetzter Spieler gegen Robin Haase Endstation.

Der Niederländer drehte einen 0:3-Rückstand im ersten Satz noch um und holte sich diesen mit 6:4. Da „Gojo“ auch im zweiten Durchgang gleich zwei Breaks gegen den aufschlagstarken Haase kassierte, war das 4:6, 4:6 aus seiner Sicht nicht mehr zu vermeiden. Dennoch wird Gojowczyk in der Weltrangliste einen Sprung machen und von 65 auf 61 klettern. Damit kratzt er an seinem Career-High-Rangking (ATP 60).

Weiterhin gute Aussichten für die Australian Open aus deutscher Sicht.

https://twitter.com/doublefault28/status/951281136239562752


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