Zuversicht ist Trumpf: Angelique Kerber und Julia Görges haben das Wimbledon-Halbfinale vor Augen.




Beine hochlegen verboten! Nur einen Tag nach dem „Manic Monday“ sind Angelique Kerber und Julia Görges wieder gefordert. Das deutsche Duo verbindet ein gemeinsames Ziel: den Einzug ins Halbfinale von Wimbledon. „Angie“ ist als erste dran. Die deutsche Nummer eins trifft auf dem Centre Court (14 Uhr) auf Daria Kasatkina. Etwas später bestreitet „Jule“ das zweite Match auf Court 1 gegen Kiki Bertens.

Kerber: „Ich weiß, was auf mich zukommt“

„Für das deutsche Tennis und für uns beide ist es schön, dass wir im Viertelfinale stehen. Wir freuen uns füreinander“, sagte Kerber nach ihrem Zwei-Satz-Erfolg gegen die Schweizerin Belinda Bencic.

Bereits in Melbourne (Halbfinale) und Roland Garros (Viertelfinale) war die ehemalige Nummer eins der Welt mindestens in die Runde der letzten acht vorgestoßen. Nach der vergangenen Seuchensaison sei das „eine Bestätigung“, wieder den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Doch Kerber will mehr: „Ich weiß, dass ich mich noch immer verbessern kann.“

Gegen Kasatkina wird das vermutlich auch nötig sein. Die 21-jährige Russin gehört zu den größten Zukunftshoffnungen auf der Damentour. Überraschungen sind allerdings nicht zu erwarten, schließlich standen sich beide schon sechs Mal gegenüber. Kerber gewann drei dieser Vergleiche, zuletzt beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne. „Ich weiß, was auf mich zukommt. Sie wechselt öfter den Rhythmus, und ich muss versuchen, meinen eigenen zu finden. Von Anfang an“, beschrieb die 30-Jährige ihren Match-Plan.

Görges will große Möglichkeit nutzen

Auch Julia Görges rechnet sich gute Chancen aufs Weiterkommen aus. Dass sie in der Weltrangliste sieben Plätze vor Kiki Bertens (WTA 20) auftaucht, sei allerdings nicht ausschlaggebend: „Ich denke, das Ranking bedeutet mittlerweile nicht mehr so viel, weil jede Spielerin ihre Chance sieht – und hart arbeitet. Deshalb ist alles offener geworden.“

Vor ihrem ersten Viertelfinale auf Grand-Slam-Ebene will sich die Wahl-Regensburgerin ohnehin nicht mit Zahlenspielen aufhalten. „Für jede von uns ist es eine große Möglichkeit. Ich kenne Kiki gut, wir gehen auch manchmal zusammen Essen“, berichtete „Jule“. Die Niederländerin gewann zwar die beiden bisherigen Duelle mit der 29-Jährigen, allerdings fanden diese auf Sand statt.

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