Kerbers letztes Aufschlagspiel zeigte jede Facette eine hochinteressanten Partie.



Sechzehn Punkte können in einem Tennismatch ziemlich viel bedeuten. Läuft alles glatt, ist das die Anzahl an Ballwechseln, die man braucht, um vier Spiele hinter sich zu bringen. Sechzehn Punkte können aber auch nur ein einziges Spiel bedeuten. Eines, das zwischen Sieg und Niederlage, zwischen Triumph und Desaster entscheidet. Genau so ein Spiel brachte Angelique Kerber in das Halbfinale von Wimbledon. Ein Spiel in dem sie und ihre Gegnerin Daria Kasatkina alles an Spielwitz, Können und absolutem Kampfeswillen unterbrachten, was ihre Körper hergaben.

Der Höhepunkt in 16 Punkten

Dabei nahmen die beiden Spielerinnen das Motto „Das Beste für den Schluss aufheben“ mehr als genau. Beide packten im letzten Spiel ihres Wimbledon-Viertelfinals wirklich noch mal alles aus. Keine wollte den Platz verlassen oder nur einen Zentimeter Rasen preisgeben. Höhepunkt vom Höhepunkt war der Ballwechsel mit dem sich Kerber einen ihrer am Ende sieben Matchbälle erkämpfte.

 

Hier zeigte sich komprimiert auf eine Rally, was das Aufschlagspiel und das Match zuvor schon geboten hatten – feinstes Rasentennis mit Variabilität und Köpfchen, die dem Damentennis gerne abgesprochen werden. So startete der Ballwechsel mit einem schönen Aufschlag von Kerber mittig auf  Kasatkina, die als erste mit einem hohen Ball an die Linie probierte den Rhythmus zu wechseln. Dann von Kerber nach außen getrieben wurde und hinfiel. Trotzdem weiterkämpfte und sich mit einer echten Laufleistung wieder in die Rally fuchste. Daraufhin mutig den Stop ansetze, der Kerber vorher schon mehrfach chancenlos zurückließ. Diesmal aber von der Deutschen erlaufen und kurz darauf zum Punkt verwandelt wurde. Nur eine fantastische Rally von vielen in einem Match, das man in Wimbledon so schnell nicht vergessen wird.

 

Wie gut kennst du die Tennisplätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!