Erst ein Satz zum Vergessen, dann eine gute Performance der 30-Jährigen.

Angelique Kerber steht nach einem harten Stück Arbeit im Viertelfinale von Doha. Sie besiegt die Britin Johanna Konta mit 1:6, 6:1, 6:3.


Fehlerhafter erster Satz von Kerber

Rund eine halbe Stunde dauerte es, ehe Angelique Kerber ihren ersten Spielgewinn einbuchte. Da lag die Deutsche schon mit Doppelbreak und 0:5 hinten. Ein Satz zum Vergessen für die 30-Jährige, die so gar nicht zu ihrem Spiel fand. Besonders die ungewöhnlich vielen unerzwungenen Fehler, ließen diesen Satz schnell in Richtung ihrer Gegnerin Johanna Konta kippen. Die hatte nur im ersten und letzten Aufschlagspiel des Satzes, mehr Mühe. Sonst spielte die Britin tadellos ihr Spiel herunter, auch weil Kerber irgendwann den Satz recht passiv an sich vorbeirauschen ließ.

 

„Lass das Spiel doch mal drei Stunden dauern“

„Bereit sein zu kämpfen“, war in der Satzpause die Ansage von Wim Fissette, der etwas Mühe hatte, die leicht verzweifelt wirkende Kerber wieder aufzubauen. „Lass das Spiel doch mal drei Stunden dauern“, war die Aufforderung des Belgiers an seinen Schützling. Fit sei sie ja und müssen nun auch wieder anfangen für das Match zu kämpfen. Das Spiel langsamer machen, besser aufbauen, intelligenter spielen.

 

Mit den besseren Nerven im dritten Satz

Einer Aufforderung, der die Deutsche direkt nachkam. Ihr eigenes Aufschlagspiel zog sie zu Null durch, ehe sie Konta im Gegenzug deren erstes Servicegame direkt abnahm. Ein Weiteres sollte noch folgen, sodass der zweite Satz – als komplettes Spiegelbild des Ersten – mit 6:1 für Angelique Kerber ausging.

 


 

Als hätte es den ersten Satz nie gegeben, spielte Kerber auch den dritten Satz mit einem Break an. Ganz in ihrem neuen, alten Stil, ihre Defensivklasse mit der nötigen Aggressivität zu verbinden. Nur einmal ließ sie Johanna Konta nochmal zurück in das Match, als diese sich das erste Break zum 3:3-Ausgleich wieder zurückholte. Ein Tropfen auf den heißen Stein, da Angelique Kerber sich das Break direkt zurückholte und dann zum Matchsieg noch eines nachlegte.

Die nächste Gegnerin ist die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki.

 

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