Die erste Spielerin, die in den „Genuss“ kam, war Garbine Muguruza.

Ihr erging es so wie Alize Cornet, Ashleigh Barty und Belinda Bencic – alle vier mussten beim Hopman Cup gegen Angelique Kerber und den „neuen“ Aufschlag gratulieren.

Es geht nur um wenige Zentimeter. Doch diese sind sehr entscheidend. „Angie“ wirft den Ball etwas höher. Der Vorteil? Barbara Rittner, Damentennis-Chefin beim DTB, verriet beim Tenniskongress in Berlin im Gespräch: „Dadurch kann sie mehr aus dem Körper rausholen und für die nötige Spannung sorgen.“

Schritt weg – Aufschlag besser

Schon vergangenes Jahr habe Kerber eine wichtige Änderung vorgenommen: „Früher hat sie einen Schritt zu früh gemacht und genau damit die Spannung aufgelöst. Das linke Bein rangezogen, damit einen zu frontalen Stand verursacht. Diesen Schritt lässt Angie inzwischen weg“, erklärt Rittner.

Beim Hopman Cup war das sehr gut zu beobachten. Der neue Service funktionierte gut, Kerber konnte damit Druck ausüben. Mit Blick auf die Australian Open ist Rittner gespannt: „Mit einem Dach über dem Kopf ist es etwas leichter. Draußen wird es nochmal eine andere Nummer, in Melbourne kann es auch mal sehr windig sein.“

Dennoch sieht sie viel Potential im veränderten Kerber-Aufschlag: „Eine Angie wird nie die Matches über ihren Aufschlag gewinnen – aber eben auch nicht verlieren. Sie kann damit inzwischen sehr gut das Unter-Druck-sein kontrollieren.“ So zu sehen beim Vierfach-Erfolg in Perth.

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