Mit einer kämpferisch starken Leistung hat sich Angelique Kerber zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder ins Achtelfinale von Rom gespielt.

In einer Partie auf Messers Schneide hat sich Angelique Kerber gegen Irina Camelia Begu mit 3:6 7:5 7:5 durchgesetzt. Die Deutsche sammelt somit weiter wichtige Matchpraxis vor den French Open.

„Es waren am Ende zwei oder drei Punkte, die das Match entschieden haben und genau für solche Matches bin ich nach Rom gekommen. Das zeigt, dass mein Kampfgeist da ist, dass ich alles versuche auf dem Platz – auch wenn es zwischendurch nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle. Es gibt immer wieder Auf und Abs, aber die entscheidenden Punkte habe ich gemacht und das zählt. Das will ich für die nächsten Wochen mitnehmen. Es überwiegt auf jeden Fall die Freude, so ein enges Match gewonnen zu haben“, erklärte Kerber im Anschluss.

Coach Wim Fissette kam zwischenzeitlich immer wieder auf den Platz, unterstützte den Schützling immer wieder.

„Er hat mich immer wieder an meinen Plan erinnert, mir gesagt, dass das Match gut ist und dass ich auf dem richtigen Weg bin und weiter versuchen soll, Druck zu machen. Begu ist eine sehr gute Sandplatzspielerin, das wussten wir von Anfang an.“

„Nicht 24 Stunden am Tag an Tennis denken“

Auf dem Platz 2 (quasi der „fünfte“ Court, wenn man nach dem Ranking in Rom geht) ist alles sehr intim, direkt neben dem Platz – Mikrophone fehlen gänzlich, auch bei den On-Court Coachings („Zum Glück!“ wie die Deutsche lachte).

„Es war komplett anders, die Atmosphäre war trotzdem richtig gut. Es war voll nebendran. Man hört manchmal auch zwei Ausrufe, dann wird im Ballwechsel geklatscht. Es ist eine Gewöhnungssachen, aber auch für jeden gleich und kein großes Ding für mich“, sagte Kerber über die Partie auf dem „Außenplatz“.

In Rom lässt es Linkshänderin sonst allerdings ruhig angehen. Gut essen, ein wenig Sightseeing und konzentrierte Trainingseinheiten stehen im Vordergrund.

„Ich habe es auch jetzt besonders ruhig um mich geschaffen hier bei dem Turnier. Stuttgart war sehr viel, dann war die ungewollte Pause. Hier habe ich versucht, nur das zu machen, was ich machen muss und mich mehr auf mich und mein Tennis zu konzentrieren. Wir versuchen auch abends gut essen zu gehen, aus dem Hotel raus, eine andere Gegend zu gehen. Und in Rom kann man sehr vieles sehen und auch sehr gut essen. Ich versuche hier wirklich immer wieder Abwechslung zu haben. So habe ich auch auf dem Platz den Spaß und die Lust habe und nicht 24 Stunden am Tag an Tennis denke.“

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