Ein einseitiges Finale mit einer Sloane Stephens, die während des Matches auch ihre Gefühle unter Kontrolle behielt. Emotional wurde es erst danach.

Sloane Stephens ließ ihrer amerikanischen Landsfrau Madison Keys beim 6:3 6:0 im Finale der US Open keine Chance. Absolut fokussiert und kontrolliert und ohne große Emotionen oder Gesten spielte sie über zwei Sätze ihr Pensum herunter. Selbst direkt nachdem der Matchball verwandelt war, gab es keine großen Sieger-Posen, kein Aufschrei, kein unkontrollierte Freude. Die Spannung löste sich erst, als die beiden Freundinnen sich am Netz herzlich umarmten.

Wie eng das Verhältnis der beiden ist, zeigte sich auch in der Folge. In einem Moment, der für die eine der schönste und für die andere der zumindest kurzfristig bitterste der Karriere sein muss, warteten die beiden erzählend und lachend gemeinsam auf die Sieger-Zeremonie.

Bei der Siegerehrung selbst dann ein weiterer schöner Moment: Über ganze 3,7 Millionen Dollar Preisgeld war Stephens wohl nicht informiert, was sich bei der Verkündung der Summe deutlich auf ihrem Gesicht wiederspiegelte.




Madison Keys hätte aber keine Probleme damit gehabt, die Summe zumindest zu reduzieren und versuchte scherzhaft, den Scheck „an sich zu nehmen“.

Beeindruckend, wie beide mit dieser für sie auf so unterschiedliche Weise emotionalen Situation umgehen konnten.

Wie gut kennst du die Tennis-Plätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!