Nach dem Regen hatte es die Tschechin eilig.

Geduld zahlt sich eben aus. Es war bereits weit nach Mitternacht in Sydney, als Petra Kvitova ihren Arbeitstag doch noch mit einem Lächeln im Gesicht beendete. Nach stundenlanger Regenunterbrechung hatte die Tschechin im Halbfinale nur 66 Minuten benötigt, um mit 6:1, 6:2 über Aliaksandra Sasnovich hinwegzufegen.

Kvitova revanchiert sich für Wimbledon-Niederlage

Wie sehr die Geduldsprobe an ihren Nerven zerrte, offenbarte die 28-Jährige nach dem Match:

Es hat sich gelohnt, so lange zu warten. Ich war froh, dass es dann irgendwann losging.

Und das sah man auch sofort. Kvitova, die ihrer Gegnerin im ersten Satz zweimal den Aufschlag abnehmen konnte, zog unaufhaltsam davon. Die Taktik war denkbar einfach: Slice-Aufschlag nach außen und mit der Vorhand-Longline den Punkt abschließen.

Dieser Marschroute blieb die Kerber-Bezwingerin auch im zweiten Durchgang treu. Das Doppelbreak zum 3:2 und 5:2 machte alle Hoffnungen der Weißrussin zunichte. Kvitova wollte sich schließlich nicht noch einmal auf dem falschen Fuß erwischen lassen. Im Vorjahr hatte die Weltranglistenachte in Wimbledon gegen Sasnovich den Kürzeren gezogen.

Finale gegen „Local Hero“ Barty

Nun fehlt der Sydney-Siegerin von 2015 nur noch ein Sieg, um in der Olympiastadt von 2000 zum zweiten Mal zu triumphieren. Ashleigh Barty dürfte etwas dagegen haben. Die Vorjahresfinalistin bezwang Kiki Bertens im ersten Halbfinale mit 6:7 (4), 6:4, 7:5.

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