Im Einzel war für Julia Goerges heute gegen Caroline Garcia in Madrid Endstation – gepunktet hat die Deutsche aber dennoch.

Nach einer Niederlage gibt es die verschiedensten Reaktionen bei Spielern und Spielerinnen. Einige zertrümmern den Schläger, andere zeigen sich mehr als nur angesäuert, manche sind überhaupt nicht in der Laune zu sprechen. Im Endeffekt ist das nur zu verständlich. 24 Stunden am Tag Vollblut-Profi zu sein ist nicht leicht und manchmal nimmt die Stimung Überhand.

Umso mehr kann man dann auch einmal herausheben, wenn jemand trotz der Niederlage, fair, kollegial, professionell und umgänglich ist. Beispiel: Julia Goerges in Madrid nach ihrem Achtelfinal aus gegen Caroline Garcia (2:6 4:6).

Goerges sprintet ans Netz, umarmt die Französin, beide Teams verabschieden sich beieinander.

„Normal miteinander umgehen“

„Wir haben sehr sehr viel Respekt gegenseitig. Wir trainieren häufiger miteinander und ich mag die ganze Familie sehr gerne, sie mag mich gerne. Ich finde sowas immer schön, wenn nach dem Spiel, egal wie es ausgeht, normal miteinander umgehen kann. Das ist im Leben, glaube ich, wichtig.“

Die Nummer 12 spielt gegen die Nummer 7 der Welt – auf dem vierten Platz. Auch darauf schiebt die Deutsche nichts.

„Ich glaube, im Turnier kann das mal vorkommen. Es liegt auch daran, dass wir noch Doppel spielen und dann hast du nur bestimmte Slots frei. Und dann muss eben jemand raus auf den Außenplatz.

Das ist jetzt nichts Schlimmes oder so. Dafür spielt man schon lang genug.“

Lob für die Gegnerin? Gab es auch.

„Sie hat heute unglaublich gespielt, sehr präzise gespielt und druckvoll agiert.

Das weiß man aber bei ihr, dass das ihr Spielstil ist. Aber auch meine Aufschläge, die jetzt teilweise nicht schlecht waren, hat sie einfach abreturniert. Und da muss man einfach sagen „Hut Ab“. Wenn sie so weiter spielt, dann kann es noch weit für sie gehen.

Aber ich kann mir nichts vorwerfen. Ich habe versucht Lösungen zu finden und man weiß nie, was passiert. Insgesamt hat sie aber die entscheidenden Punkte gemacht und sie hat verdient gewonnen.“

Bewertung der eigenen Leistung und der Woche in Madrid? Gibt es optimistisch und realistisch.

„Im Vergleich zu den letzten Jahren, wie ich hier gespielt habe, war das auf jeden Fall eine sehr deutliche Steigerung. Ich kann mir heute nicht vorwerfen, dass ich nicht versucht habe, das Match zu drehen und zu gewinnen.

Sie ist die Nummer 7 der Welt. Das kann man verlieren. Das nächste Mal versuche ich dann, dass es auf meiner Seite ist. Ich bin auf jedem Fall mit der Entwicklung hier sehr positiv gestimmt, auf das was kommt.“

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