Größter Karriere-Erfolg auf Mallorca.

Endlich am Ziel! Nach zwölf Profijahren hat sich Tatjana Maria im Juni ihren Traum vom ersten WTA-Titel erfüllt. Und das ausgerechnet auf Mallorca, der Lieblingsinsel der Deutschen. Gefeiert wurde anschließend im kleinen Familienkreis – herrlich bescheiden.

View this post on Instagram

💪🤗❤️🎉💃🏆

A post shared by Tatjana Maria (@tatjanamaria87) on

Maria feiert mit Burgern am Strand

Gemeinsam mit Töchterchen Charlotte und Mann Charles besuchte Maria ein bekanntes Schnellrestaurant, wie sie im Interview mit tennismagazin.de gestand:

Wir sind nämlich zu McDonalds gegangen, haben uns dann mit den Burgern an den Strand gesetzt und gegessen! Danach haben wir noch Fußball geschaut und auf den Sieg angestoßen.

Zuvor hatte die Deutsche ihre Gegnerinnen reihenweise vernascht. Nach Erfolgen gegen Anett Kontaveit, Carina Witthöft, Lucie Safarova und Sofia Kenin musste sich auch Vorjahressiegerin Anastasija Sevastova im Finale geschlagen geben.

„Ekliger“ Slice

Stilmittel Nummer eins war einmal mehr der giftige Slice, mit dem „Tadde“ die Konkurrenz entnervte:

Mein Spiel ist natürlich anders als das der typischen WTA-Spielerinnen. Ich denke schon, dass ich dadurch etwas unangenehm zu spielen bin für die meisten.

Unangenehm zu spielen war Maria auch für Elina Svitolina in Wimbledon. Der Erstrundensieg gegen die damalige Nummer fünf der Welt rundete die hervorragende Rasensaison der 31-Jährigen ab.

Dass die Weltranglisten-73. keine Angst vor großen Namen hat, bekam auch Agnieszka Radwanska bei den US Open zu spüren. Die mittlerweile zurückgetretene WTA-Weltmeisterin von 2015 musste in New York eine deutliche Zweisatz-Niederlage hinnehmen.

„Tadde“ führt Deutschland ins Fed-Cup-Halbfinale

Auch im Fed Cup wusste Maria zu überzeugen. Gegen Vorjahresfinalist Weißrussland steuerte sie zwei Punkte zum überraschenden Auswärtssieg bei. Wo Licht war, gab es allerdings auch Schatten: Neun Auftaktniederlagen in Folge vermiesten den Saisonbeginn.

Das Fazit fällt dennoch positiv aus: Wer mit 30 erstmals auf der Tour triumphiert, kann auch schwächere Phasen leichter wegstecken.

Tennis-Point.de