Maximilian Marterer ringt lange um die Umstellung von Sand auf Rasen, schlägt letztendlich aber Viktor Galovic aus Kroatien in drei Sätzen.



Dem Nürnberger, der beim Grand-Slam-Turnier von Paris mit dem Erreichen der vierten Runde den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert hatte, gelang es zunächst zu selten, gegen die Nummer 180 der Welt die richtigen Mittel auf Rasen zu finden. Am Ende siegte aber doch Maximilian Marterer gegen Viktor Galovic in einer Stunde und 37 Minuten mit 3:6, 6:4, 6:1.

Galovic war als Lucky Loser für den verletzten Peter Gojowczyk ins Hauptfeld von Stuttgart gerutscht, nachdem er eigentlich im Finale der Qualifikation gegen Denis Kudla aus den USA verloren hatte. Ein Vorteil für ihn gegenüber seinem deutschen Kontrahenten also, schon in zwei Matches Wettkampfpraxis auf dem grünen Geläuf gesammelt zu haben.

Marterer nutzt zunächst seine Chancen nicht

Entsprechend zeigte er im ersten Satz die Effizienz in den entscheidenden Situationen, die die Nummer 50 der Rangliste vermissen ließ. Marterer hatte sowohl Chancen, mit einem Break in Führung zu gehen, als auch später durch ein Rebreak den Satz wieder offen zu gestallten. Beides misslang. So ging Satz eins nach einer halben Stunde mit 6:3 an den Kroaten.

Zweiter Satz: Marterer beißt sich rein

Im zweiten Satz setzte sich dieser Mangel in der Chancenauswertung bei Marterer zunächst fort. Wie zuvor hatte er die erste Breakchance des Durchgangs. Erneut agierte er aber zu fehlerhaft, um zum Erfolg zu kommen. Gerade die Rückhand landete zu oft nicht dort, wo sie hin sollte. Ihm gelang es aber nun, die eigenen Service-Games zu halten und so den zweiten Satz offen zu gestalten.

Das sollte sich auszahlen. Unter dem Druck, bei 4:5 servieren zu müssen, machte plötzlich auch Galovic den einen oder anderen Fehler mehr. Und Marterer nahm die Geschenke endlich auch an. Nach einer Stunde Spielzeit war der Satzausgleich mit 6:4 perfekt.

Satz drei: Das erste Break entscheidet

Im dritten Satz hatten dann beide Spieler ganz früh die Möglichkeit, das Match vorentscheidend in ihre Richtung zu lenken. Während Galovic aber gleich zum Auftakt ein 0-40 bei Aufschlag Marterer nicht nutzte, machte dieser anschließend beim dritten Versuch das Break zum 2:0 perfekt.

Spätestens jetzt hatte sich das Match komplett zu seinen Gunsten gedreht. Marterer reihte zwei ganz sichere Aufschlagspiele aneinander und holte sich dazwischen zudem ein weiteres Break. Erst nach sieben verlorenen Spielen in Folge gelang es Galovic bei 0:5, den Lauf des Deutschen noch einmal zu unterbrechen und seinen Aufschlag zu halten. Danach servierte aber Maximilian Marterer zum 6:1 und zum Einzug in die zweite Runde des MercedesCup aus.

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