2017 spielte Zverev gleich dreimal gegen den Maestro. Und verlor wie bisher immer in seiner Karriere glatt. Beim Mercedes Cup will er es besser machen.



Für viele Profis ist es ein Traum, wenigstens einmal dem großen Roger Federer in einem Match gegenüber zu stehen. Der Hamburger Mischa Zverev hatte dieses Los-Glück allein im vergangenen Jahr gleich dreimal. Bei den Australian Open, in Halle und in Wimbledon trat er gegen den Schweizer an. Und konnte jeweils keinen Satzgewinn feiern. Was das Glücksgefühl sicherlich etwas relativiert. Auch deswegen möchte Zverev es diesmal beim Mercedes Cup gerne besser machen, wie er in der Pressekonferenz nach seinem Erstrundensieg gegen den Russen Mikhail Youzhny betonte.

„Letztes Jahr habe ich bei den Australian Open, in Halle und in Wimbledon gegen ihn verloren, aber mit der Zeit komme ich etwas näher heran“, ließ Zverev die letzten Aufeinandertreffen mit dem Weltranglistenzweiten Revue passieren. „Es gab ein paar Tiebreaks, das ist auch schon mal gut – vielleicht gewinne ich mal einen Satz“,  hofft Zverev. Und schielt dabei zumindest auf einen Teilerfolg gegen den großen Favoriten.

Die lange Pause Federers als Chance?

Damit noch mehr herausspringen könnte, muss wahrscheinlich auch Federer mitspielen. Und das am besten nicht ganz so gut wie gewöhnlich. Das weiß auch Mischa Zverev: „Vieles hängt von Roger ab. Wenn er sein bestes Tennis spielt, dann hat man weniger Chancen.“ Dass die Möglichkeit, dass Federer einen eher schlechten Tag erwischt, nach einer mehr als zweimonatigen Wettkampfpause höher ist als zu vielen anderen Phasen der Saison, weiß auch Zverev.

Der Blick auf das Vorjahr, als der Superstar direkt in seinem ersten Match in Stuttgart an Tommy Haas scheiterte, ist da der beste Beweis. „Federer hat letztes Jahr auch eine längere Pause gehabt und deswegen war sein erstes Match nicht das beste, das er auf Rasen gezeigt hat. Natürlich denke ich, dass man bei so einem Match mehr Chancen gegen ihn hat als wenn man Wimbledon-Halbfinale gegen ihn spielt.“   

Vollkommen ohne Glaube an seine Chance geht der ältere Zverev-Bruder also trotz seiner bisherigen Erfahrungen nicht in das insgesamt sechste Duell mit dem „GOAT“. Und auch nicht ohne Plan. Vor allen Dingen, was den eigenen Aufschlag angeht: „Ich muss bei jedem Gegner gucken, wie serviere ich und wo serviere ich hin. Auch bei Federer gibt es Stellen, von denen aus er sehr, sehr gut returniert. Und andere, wo ich mehr Chancen habe.  Das werde ich versuchen auszunutzen.“    

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