Diese Niederlage ist doppelt schmerzhaft.




Zverev kann Vorsprung nicht halten

Es hatte alles so gut begonnen. Ohne größere Schwierigkeiten war Mischa Zverev mit 2:0-Sätzen in Führung gegangen. Spätestens mit Beginn des vierten Durchgangs drehte sich allerdings das Blatt. Während der Deutsche wegen Schulterproblemen behandelt werden musste, witterte Taylor Fritz Morgenluft. Am Ende verlor Zverev ein Match, das er nicht verlieren musste. 6:4, 6:2, 4:6, 6:7 (2), 2:6 lautete das bittere Resultat aus Sicht des 31-Jährigen.

Zunächst ging Mischas Fehlervermeidungs-Konzept auf. In den ersten beiden Sätzen machte der Deutsche nur acht „Unforced errors“ – ein hervorragender Wert. Wo der US-Amerikaner auf Schlaghärte setzte, versuchte Zverev eher das Tempo rauszunehmen.

Auch im dritten Durchgang verlief zunächst alles nach Plan. Doch nach dem Break zum 3:2 riss der Faden. Zverev brachte zwar im Anschluss noch seinen Aufschlag durch, musste in der Folge aber vier Spiele in Serie abgeben.

Schulterschmerzen bringen Mischa raus 

Es folgte ein Medical Timeout, die gewünschte Wirkung blieb allerdings aus. Zwar ging der Serve-and-Volleyspezialist auch im vierten Umlauf zweimal mit dem Break in Führung, Fritz schlug jedoch umgehend zurück und holte sich den Satzausgleich im Tiebreak.

Der Finaldurchgang war exemplarisch für den gesamten Matchverlauf: 2:0-Vorsprung Zverev und dann nur noch Fritz. Der Hamburger hatte nichts mehr entgegenzusetzen und musste nach drei Stunden und 48 Minuten als Verlierer den Platz verlassen.

Gojowczyk muss sich „Aufschlag-Riese“ beugen

Peter Gojowczyk hat den Sprung in die nächste Runde ebenfalls verpasst. Der Weltranglisten-47. aus Dachau unterlag dem fünf Plätze besser notierten Chilenen Nicolas Jarry 6:7 (4), 6:4, 1:6, 5:7. Das Match hätte womöglich eine andere Wendung genommen, wenn „Gojo“ im ersten Durchgang seine Chance zum Satzgewinn genutzt hätte.

Letztlich war das Aufbäumen im zweiten Satz zu wenig, um den aufschlagstarken Youngster zu stoppen. Jarry servierte 21 Asse, während Gojowczyk immerhin zwölf direkte Aufschlagpunkte auf der Habenseite verbuchte. Allerdings machte der Deutsche auch 15 Doppelfehler. Unter dem Strich setzte sich das aggressivere Spiel des Südamerikaners durch.

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