Schade, „Rudi“! Vorjahressieger Lucas Pouille war für Rudolf Molleker noch etwas zu stark.




Erster Satz dauert nur 22 Minuten

Mit seinem Sieg gegen Jan-Lennard Struff hatte Rudolf Molleker am Montag für eine faustdicke Überraschung beim MercedesCup gesorgt. Dass diese Leistung für einen 17-Jährigen nicht ohne Weiteres reproduzierbar ist, zeigte sich im letzten Match des Tages gegen Lucas Pouille. Der erfahrene Franzose steht nach einem souveränen 6:3, 6:4-Erfolg im Viertelfinale von Stuttgart.

Der Teenager aus Berlin deutete dennoch an, warum mit ihm in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Molleker trat mutig auf. Die Power in den Grundschlägen erinnerte bisweilen an Alexander Zverev. Sein Gegner war allerdings gewarnt. Pouille wollte von Beginn an keine Zweifel aufkommen lassen, wer hier der Favorit ist. Mit dem Break zum 4:2 spiegelte sich die Überlegenheit des 24-Jährigen auch im Ergebnis wieder. Danach ging alles ganz schnell: Nach 22 Minuten holte sich der Weltranglisten-17. die Führung in den Sätzen.

Pouille etwas abgezockter

Molleker ließ sich nicht abschütteln. Im zweiten Durchgang konnte er die längeren Ballwechsel besser mitgehen. Seine einzige Breakchance beim Stand von 2:1 ließ „Rudi“ allerdings ungenutzt verstreichen. Pouille schaltete wieder einen Gang hoch: Mit einem Zu-Null-Break stellte er auf 5:4 und machte anschließend den Sack zu. Nach 49 Minuten hieß es: „Rien ne va plus“ – nichts geht mehr. In der Runde der letzten acht trifft der Franzosen am Freitag auf Denis Istomin, der Florian Mayer in zwei Sätzen ausschaltete.

Wie gut kennst du die Tennisplätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!