Im rein deutschen Duell mit Struff gibt es die große Überraschung.




Molleker wittert seine Chance

Wer vor dem ersten Hauptfeld-Match auf dem Stuttgarter Centre Court erwartet hätte, dass in Jan-Lennard Struff der etabliertere Spieler dem 17-jährigen Rudolf Molleker eine Lehrstunde erteilt, der hatte sich kräftig getäuscht.

Der Teenager hatte bereits im Training am Weissenhof die letzten Tage über einen guten Eindruck hinterlassen und konnte diese auch im ersten Satz wieder abrufen. Struff musste ein ums andere Mal über seinen zweiten Aufschlag gehen. Bereits im fünften Spiel war Molleker nah am Break, doch Struff konnte seinen Aufschlag durchbringen – beim Stand von 4:4 hatte der 17-Jährige dann allerdings gleich zwei Breakchancen am Stück und mit einem spektakulären Ballwechsel sicherte sich der Wildcard-Inhaber das Break und servierte im Anschluss ohne Probleme zum 6:4 Satzgewinn aus. Übrigens vor den Augen eines wachsamen Tommy Haas.

https://twitter.com/doublefault28/status/1006103483802583040

Struff erzwingt dritten Durchgang

Im zweiten Satz fand der Warsteiner dann besser in die Partie, machte bereits früh das Break gegen seinen elf Jahre jüngeren Gegner und konnte zum 3:1 erhöhen. Allerdings verlor der Davis Cup-Spieler gleich im Anschluss wieder seinen Aufschlag und im weiteren Verlauf des zweiten Satzes konnte sich keiner der beiden Lokalmatadoren mehr eine Breakchance erarbeiten. Die Entscheidung fiel im Tie-Break, in dem Struff mit einem Ass für gleich drei Satzbälle sorgte. Die dritte Möglichkeit verwandelte der 28-Jährige zum 7:6(5).

Molleker macht die Überraschung klar

Im dritten Satz bot sich dann allerdings wieder ein ähnliches Bild wie bereits im ersten Durchgang. Molleker returnierte stark, ließ bei seinen eigenen Aufschlagspielen kaum etwas anbrennen. Nur im ersten Spiel musste der 17-Jährige einen Breakball abwehren, danach konnte sich Molleker das Break zum 3:1 erarbeiten und blickte fortan nicht mehr zurück. Nach insgesamt einer Stunde und 55 Minuten verwandelte der Wildcard-Inhaber seinen ersten Matchball zum 6:4 6:7(5) 6:3-Matchgewinn und zuckte lässig mit den Schultern.

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26 Asse – übrigens auch 21 weitere von Struff – für die Sensation. Der verdiente Lohn: Ein Achtelfinal-Match gegen den an Nummer zwei gesetzten Franzosen Lucas Pouille.

(In Zusammenarbeit mit: René Denfeld)

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