Erfahrung gegen Lokalmatador war diesmal in Montréal ein Heimsieg.

Andy Murray kann seinen Platz an der Sonne noch ein bisschen länger genießen. Der Weltranglistenerste hätte seine Nummer eins nämlich in Montréal an Rafael Nadal verlieren können. Dafür hätte der Spanier allerdings bis mindestens ins Halbfinale einziehen müssen. Nun ist der 31-Jährige aber schon im Viertelfinale aus dem Turnier geflogen. Gegen den 18-Jährigen Denis Shapovalov musste der French Open-Sieger mit 6:3, 4:6, 6:7 den Kürzeren ziehen. Der Kanadier Shapovalov hingegen, kann seinen Traumlauf in der Heimat fortsetzen.

Kanadier jüngster Spieler in einem Masters-Viertelfinale

Der erst 18-Jährige war vom Veranstalter mit einer Wildcard ausgestattet worden. Die hat er in beeindruckender Form genutzt, als er zuerst Rogerio Dutra Silva, dann Juan Martin del Potro und nun eben Rafael Nadal aus dem Turnier nahm. Das macht ihn zum jüngsten Spieler, der jemals ein Viertelfinale bei einem Masters erreicht hat.

 


Für den Teenager war die Situation nach seinem Match nur schwer zu beschreiben. „Es ist wirklich schwer nach so einem Sieg, etwas zu sagen“, sagte ein sichtlich müder Shapovalov noch auf dem Court. „Ich meine, ich bin aufgewachsen und habe Rafael Nadal so viele Grand Slams siegen gesehen. Bin ihm auf dem Platz zu stehen, hat mir schon so viel Spaß gemacht. Das Match dann auch noch gewinnen zu können, ist ein Traum, der wahr geworden ist“. Für den 18-Jährigen geht es in der Runde nun gegen Adrian Mannarino. Der Franzose hatte in Runde zwei Shapovalovs Landsmann Milos Raonic aus dem Turnier genommen.

Nadal ein fairer Verlierer

Der unterlegene Spanier war, wie man es von ihm kennt, ein sehr fairer Verlierer. Er gratulierte dem Sieger freundlich am Netz und lobte den Youngster auch hinterher. „Er hat sehr gut gespielt. Er hat großes Potential und ich wünsche ihm das Beste“, sagte Nadal in seiner Pressekonferenz. „Er hat mit der richtigen Entschlossenheit gespielt“. Er selber habe „wirklich schlecht“ gespielt, so Nadal weiter.

Für Rafael Nadal geht es nun weiter nach Cincinnati. Bei den Western & Southern Open wird direkt das nächste Masters 1000 ausgespielt. Dort bekommt er dann auch eine neue Chance, wieder die Nummer Eins zu werden. Da Andy Murray verletzungsbedingt auch bei diesem Turnier ebenfalls fehlt, wird es ab 21. August eine neue Nummer eins geben. Diese könnte Rafael Nadal sein oder Roger Federer. Die beiden Veteranen starten nun ein Fernduell, wer von beiden den Platz an der Sonne übernimmt.

 

Rafael Nadal

 

 

 

 

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