Die Außenseiter dürfen jubeln.




Sowohl beim ATP-Masters in Toronto als auch beim WTA-Turnier in Montreal rieben sich die Zuschauer mehrfach verwundert die Augen.

Stefanos Tsitsipas (ATP 27) – Novak Djokovic (ATP 10) 6:3, 6:7, 6:3

Der 19-jährige Shootingstar gegen den frischen Wimbledon-Champion. Die Rollen schienen klar verteilt – waren sie aber nicht. Tsitsipas, der erst vergangene Woche bis ins Washington-Halbfinale vorgeprescht war und erst dann gegen Alexander Zverev verlor, brachte dem Djoker die erste Niederlage nach neun Siegen in Serie bei.

Sein Erfolgsrezept postete der Grieche anschließend bei Instagram:

Sei immer positiv, arbeite hart, mach es möglich.

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Stay positive, work hard, make it happen.

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Robin Haase (ATP 39) – Denis Shapovalov (ATP 26) 7:5, 6:2

In diesem Duell war der deutliche ältere Spieler eigentlich in der Außenseiterrolle. Der 31-jährige Niederländer traf auf Publikumsliebling Shapovalov – und nahm keine Rücksicht auf den Youngster sowie die kanadischen Fans. Haase sagte nach dem Spiel gegen den 19-Jährigen, der satte 42 leichte Fehler produzierte:

Er hatte einen gebrauchten Tag.

Karen Khachanov (ATP 38) – John Isner (ATP 9) 7:6, 7:6

Mit dem 22-jährigen Khachanov durfte neben Tsitsipas aber noch ein weiterer Youngster jubeln. Der Russe warf den frischen Atlana-Sieger und Top-10-Spieler Isner aus dem Turnier. In dessen eigentlicher Stärke, nämlich mit gleich zwei erfolgreichen Tiebreaks.

Caroline Garcia (WTA 6) – Maria Sharapova (WTA 22) 6:3, 6:2

Mit Blick auf die Weltranglistenposition ist es natürlich sehr gewagt, die Nummer sechs der Welt als Außenseiterin zu bezeichnen. Doch Maria Sharapova fiel zum einen auf Grund ihrer Sperre lange Zeit aus und ist immer noch auf dem Weg zurück nach ganz oben, zum anderen wird sie auf Hartplatz sehr, sehr stark eingeschätzt. Das machte Caroline Garcia allerdings scheinbar überhaupt nichts aus – sie flog förmlich ins Viertelfinale.

Aryna Sabalenka (WTA 39) – Caroline Wozniacki (WTA 2) 5:7, 6:2, 7:6

Die Weißrussin zeigte eines der bestes Matches ihrer Karriere. Selbst vom Satzrückstand gegen die Nummer zwei der Welt und gleich drei Matchbälle gegen sich ließ sich Sabalenka nicht aus der Ruhe bringen.

Kiki Bertens (WTA 18) – Petra Kvitova (WTA 8) 6:3, 6:2

Einen Sahnetag erwischte auch Kiki Bertens. Die Niederländerin ließ der stark eingeschätzten Petra Kvitova nicht den Hauch einer Chance. Bertens ist neben der Lettin Sevastova, die Julia Görges bezwang, die einzige ungesetzte Spielerin unter den letzten Acht.