Rafa Nadal überstand einen harten Fight im Viertelfinale und war entsprechend happy. Aber auch beim Verlierer del Potro überwogen die positiven Eindrücke.





Den Hauptaspekt des fast fünfstündigen Kampfs auf dem Centre Court von Wimbledon ordneten Sieger und Verlierer gleichermaßen richtig ein. Die große Intensität der Partie, gerade in ihrem dramatischen fünften Schlussakt. Immer wieder brachte das Engagement beider Spieler und ihr Wille, an die Leistungsgrenzen zu gehen, die Zuschauer zu Standing Ovations. „Es war ein emotionales Match. Für uns beide und die Fans“, fasste Rafael Nadal ganz richtig zusammen. Und wusste auch, dass er höchstselbst zu den vielen Drehungen und Wendungen beigetragen hatte, die die Partie über ihre gesamte Laufzeit beinhaltete.

Der Tiebreak des zweiten Satzes als erster Wendepunkt einer turbulenten Partie

Die Phase, die Nadal davon abgehalten hatte, das Match gerade auch mit Blick auf ein Halbfinale gegen Djokovic entscheidend kürzer zu gestalten, machte der Spanier wie viele Beobachter am Ende des zweiten Satzes aus. „Ja, er spielt im Tiebreak zwei tolle Punkte bei eigenem Aufschlag. Aber dann mache ich mit dem Doppelfehler einen sehr großen Fehler“, sprach er auf die drei am Stück vergebenen Satzbälle am Ende des zweiten Durchgang an.

Statt einer doppelten Satzführung für den Weltranglistenersten gab es anschließend den Satzausgleich für del Potro. Und schlimmer noch aus Nadals Sicht: Die spielerische Statik der Partie, die bis dahin eindeutig für ihn gesprochen hatte, verlagerte sich deutlich in Richtung des Argentiniers. „Ab da hat sich das Match verändert“, gab Nadal offen zu. Ab dem vierten Durchgang habe er dann wieder besser gespielt um im fünften Satz dann einem Gegner gegenüber zu stehen, der gleichermaßen am absoluten Limit agierte.

„Es war unnglaublich schwierig ihn zu stoppen“

„Im fünften Satz hat er riesig gespielt“, zollte Nadal dem Turm von Tandil den gebührenden Respekt. „Es war unglaublich schwierig, ihn da zu stoppen. Ich bin sehr glücklich, wei ich viele wichtige Punkte im fünften Satz überstanden habe. Ich denke, ich habe da vieles richtig gemacht und bin erfolgreich ans Netz gegangen.“ Im Prinzip hatte die Partie für den Sieger nur einen Wermutstropfen: „Das einzig Negative ist, das ich fast fünf Stunden gespielt habe.“

„Rafa hat es am Ende verdient“

Auch der Spieler, der dafür zu großen Teilen verantwortlich war, hatte nur wenig an der Partie auszusetzen. Naturgemäß war das beim Verlierer del Potro das für ihn bittere Ende. „Im Moment fühle ich mich traurig“, gab die Nummer vier der Setzliste Einblick in ihre Gefühlswelt.

Um dann aber die positiven Aspekte zu betonen. „Ich habe ein Match auf hohem Level gegen die Nummer eins der Welt gespielt. Morgen, wenn ich mir das Match noch einmal anschaue, werde ich zufrieden mit meinem Spiel sein.“ Doch auch so kurz nach dem Match war del Potro trotz der Bitterkeit des Moments in der Lage, die Leistung seines Gegners neidlos anzuerkennen. „Rafa hat immer noch das gewisse Extra. Ich denke, am Ende hatte er es verdient zu gewinnen.“        

 

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