Zweimal hat Fabio Fognini bereits gegen Rafael Nadal auf Sand gewonnen. Im Viertelfinale von Rom war der dritte Streich lange möglich.

Nadal lässt die Tür offen

Was nach einem lockeren Spaziergang am Freitagmittag aussah, wurde für Rafael Nadal zum Geduldsspiel. Der siebenfache Rom-Champion schien zunächst unaufhaltsam: im ersten Satz hatte sich „Rafa“ eine komfortable 4:1-Führung erspielt. „Mir doch egal“, dachte sich Fabio Fognini und schaltete in seinen gefürchteten Alles-oder-nichts-Modus. Weil der Spanier die letzte Konsequenz vermissen ließ, war das „Enfant terrible“ plötzlich zurück im Geschäft.

Mit gefühlvollen Stopps, unfassbaren Returns und knallharten Grundlinienschlägen wendete Fognini das Blatt zu seinen Gunsten. In dieser Phase war der „Stier aus Manacor“ nur Passagier. Es kam, wie es kommen musste: Nadal gab zweimal in Folge seinen Aufschlag ab und konnte anschließend nur noch zuschauen, wie der „Local Hero“ den ersten Durchgang eintütete.

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Gnadenloses Comeback

So einfach wollte sich der Sandplatzkönig allerdings nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch setzte er zur Gegenoffensive an: Breaks zum 2:0 und 5:1 beruhigten die Nerven – nach gut 90 Minuten war der Satzausgleich perfekt.

In der Entscheidung konnte Fognini den Schalter nicht mehr umlegen. Der Stecker war endgültig gezogen, als Nadal mit einem unfassbaren Reflex beim Volley für einen „Wow-Moment“ auf dem Campo Centrale sorgte. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bei „Fogna“ bereits 30 unerzwungene Fehler angehäuft. Das Knie zwickte, der Tank war leer und der Wille gebrochen. Nach dem Doppel-Break ließ Nadal nichts mehr anbrenen und servierte zum 4:6, 6:1, 6:2-Erfolg aus.

Im Halbfinale könnte es am Samstag zum ersehnten Klassiker zwischen Nadal und Novak Djokovic kommen. Damit das 51. Duell der Tennislegenden kein Wunschtraum bleibt, muss der „Djoker“ noch seine Hürde im Viertelfinale überspringen: Kei Nishikori. Gegen den ehemaligen US-Open-Finalisten hatte der Serbe erst neulich in Madrid gespielt – und gewonnen.


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