Mit der Unterstützung von Petrus ins Halbfinale von Roland Garros: Rafael Nadal dankt dem „Wettergott“ – und räumt mit Verletzungsgerüchten auf.




Guter Nadal, schlechter Nadal

Erstaunlich, was so eine Regenunterbrechung alles bewirken kann. Bei seinem Viertelfinalerfolg gegen Diego Schwartzman bekamen die Tennisfans gleich zwei Versionen von Rafael Nadal präsentiert: Die schlechte Ausführung des Spaniers hatte vor dem ersten Wolkenbruch viele unerzwungene Fehler produziert und mit Satz und Break zurückgelegen. Es folgte die Verwandlung. In der Fortsetzung fand der Weltranglistenerste zurück zur gewohnten Dominanz. Plötzlich war sein stark aufspielender Gegner nur noch Passagier.

Nach dem Match räumte Nadal ein, dass ihm die Pause sehr gelegen kam:

Er spielte großartig, ich viel zu defensiv. Natürlich war die Unterbrechung gut für mich.

Schwartzman hatte zu diesem Zeitpunkt mit 6:4 und 3:2 in Führung gelegen. Vollkommen verdient. Allerdings war der zehnfache French-Open-Sieger im ersten Teil des Matches nur ein Schatten seiner selbst. „Ich war deutlich nervöser als sonst. Dadurch konnte er die Kontrolle übernehmen.“ Nadal wirkte gehemmt. Nach dem ersten Satz ließ er sich sogar die Unterarme bandagieren. Neue Handgelenksprobleme seien aber nicht der Grund dafür gewesen:

Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Ich habe das Tape anlegen lassen, damit der Schweiß nicht so stark auf die Hände tropft. Das ist alles.

Um das Blatt zu wenden, musste allerdings auch der Matchplan neu justiert werden. „Am Anfang habe ich den Platz nicht mit der Rückhand geöffnet, stand zu weit hinter der Grundlinie. Später konnte ich die Intensität steigern und näher an die Linien spielen. Das war entscheidend“, fügte der 32-Jährige hinzu.

Großer Respekt vor del Potro

Viel Zeit zur Erholung bleibt nicht. Der Halbfinalkracher gegen Juan Martin del Potro ist bereits am Freitag ab 15:30 Uhr angesetzt. Die Bilanz gegen den Argentinier spricht für Nadal – 9:5 steht es hier für den Sandplatzkönig. Eine eindeutige Angelegenheit für den Favoriten ist dennoch nicht zu erwarten: „Del Potro hat ein riesiges Potential. Er spielt sehr aggressiv von hinten. Wenn ich zu defensiv agiere und nicht die Kontrolle übernehme, bin ich chancenlos.“

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