Das 20. Duell ist ein hochklassiges.




Es wurde das mit Spannung erwartete und sportlich attraktive Match, das sich viele Tennisfans so gewünscht hatten. Rafael Nadal und Stan Wawrinka boten in Toronto ein Masters-Achtelfinale der Extraklasse. Von Beginn an zeigten beide Akteure, was sie so stark macht. Auf der einen Seite Nadal, für den quasi kein Ball unerreichbar ist, auf der anderen Seite Wawrinka, der eben doch einige unerreichbare Rückhand-Schläge auspackte.

Im ersten Satz hatte der Schweizer direkt im ersten Aufschlagspiel noch etwas Startschwierigkeiten, musste zwei Breakbälle abwehren. Dann blieb bis zum 4:4 alles in der Reihe, ehe Nadal beim eigenen Service plötzlich ein 0:40 gegen sich hatte. Roch nach Break und Satzverlust, doch der Spanier machte alle drei Chancen zunichte. So auch im Anschluss Wawrinka, der zwei Satzbälle abwehrte. Beim Stand von 6:5 für Nadal kam der Regen, das Spiel musste unterbrochen werden. Nach der Unterbrechung zeigte sich dann der Weltranglistenerste hellwach und holte sich das Break zum 7:5.

Jubel von Nadal sagt alles

Im zweiten Durchgang schien „Rafa“ direkt dort weitermachen zu können. Sein frühes Break zum 2:0 hatten manche schon als gefühlte Vorentscheidung interpretiert, diese Rechnung aber ohne „Stan“ gemacht. Wawrinka schlug zurück – und wie: 1:2, 2:2, 3:2, 4:2. Plötzlich schien es auf den Satzausgleich hinauszulaufen.

Beim Stand von 5:3 und 30:0 noch umso mehr, doch da war sie wieder, die große Stärke des Rafael Nadal. Er gab einfach keinen Ball verloren und ließ auch bei keinem noch allzu aussichtslosen Rückstand locker. Also erkämpfte sich der Spanier erst den 5:5-Ausgleich, wenig später ging es in den Tiebreak. Und auch in diesem blieb es spannend, bis zum 3:3 war alles in der Reihe. Dann schaffte Nadal den vorentscheidenden Lauf mit drei Punkten in Serie, machte kurz darauf nach mehr als zwei Stunden Spielzeit das 7:5, 7:6 perfekt. Es war der 17. Sieg des Spaniers im 20. Vergleich mit dem Schweizer.

Im Viertelfinale bekommt es der Weltranglistenerste nun mit Marin Cilic zu tun. Der Kroate besiegte den Argentinier Diego Schwartzman glatt mit 6:3, 6:2.