Auftakt-Sieg über den Spanier Munar.

Stefanos Tsitsipas (ATP 15) ist gut in die Next Gen ATP Finals im norditalienischen Mailand gestartet. Gegen den Spanier Jaume Munar (ATP 76) gelang dem an Nummer eins gesetzten Griechen im ersten Spiel der Gruppe A ein 4:3, 4:3, 3:4, 4:2 Erfolg.

Mailand wieder mit diversen Sonder-Regeln

In Mailand werden im Best-of-five-Modus Sätze bis 4 ausgespielt, bei 3:3 entscheidet der Tiebreak. Im Gegensatz zur restlichen Tour gibt es noch diverse andere Regelmodifikationen, die das Spiel vor allen Dingen schneller machen und öfter in spannende Situationen führen sollen. So entscheidet bei „Einstand“ direkt der nächste Punkt. Aufschläge werden bei Netzberührung nicht wiederholt, sondern der Punkt wird normal ausgespielt.

Tsitsipas als klarer Favorit

In die Partie gegen Munar ging Tsitsipas nicht nur aufgrund ihrer Weltranglistenpositionen als klarer Favorit. Auch die Bedingungen in Mailand sprachen deutlich für einen der Shoting-Stars der Szene, der sich bis zur letzten Woche sogar noch leise Hoffnungen auf eine Teilnahme beim „großen“ Tour-Finale in London machen konnte. Hartplätze in der Halle sind (noch) so gar nicht das Ding von Sandplatz-Spezialist Munar, Tsitsipas hat dagegen längst bewiesen, dass er auch hier schon mit den ganz Großen der Zunft mithalten kann.

Trotzdem entwickelte sich zunächst eine muntere Partie, in der Munar ein erstes Break seines Gegners noch kontern konnte, so dass der erste Satz direkt in den Tiebreak ging. Nachdem Tsitsipas hier schnell ein Minibreak kassierte und Munar so vor einem Überraschungs-Teilerfolg stand, fing sich der 15. Der Weltrangliste dann und gewann den Tiebreak noch mit 7-5.

Die größeren Hartplatz-Qualitäten geben den Ausschlag

In der Folge fand Tsitsipas seinen Rhythmus besser und hatte nur noch wenige Schwierigkeiten, seine eigenen Aufschlagspiele erfolgreich zu gestalten. Munar schaffte es aber immerhin, ein Break zu verhindern, so dass auch der zweite Durchgang in den Tiebreak ging. Hier war es dann wieder der 20-Jährige aus Athen, der seine größeren Hartplatz-Fähigkeiten voll ausspielte. Das brachte ihm den zweiten Satz und eine Art Vorentscheidung, denn drei Satzgewinne in Folge schienen für Munar in diesem Match-up am heutigen Tag doch eine unlösbare Aufgabe zu sein.

Der Eindruck täuschte nicht. Zwar konnte der Spanier wacker kämpfend den dritten Tiebreak des Tages für sich entscheiden, ein Break bei 3:2 im vierten Satz zugunsten von Tsitsipas besiegelte dann aber doch sein Schicksal.

Tsitsipas startet also mit einem Erfolg in die Spiele der Gruppe A, in denen er und Munar noch auf Frances Tiafoe (USA) und Hubert Hurkacz (Polen) treffen werden.

 

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