Wenn die Nummer 36 auf die Nummer 3 der Welt trifft, sollte der Favorit eigentlich klar auszumachen sein. So aber nicht in diesem Viertelfinale.

Nishikori weiter stark

Der Japaner Kei Nishikori ist nämlich vor allem deshalb so weit nach hinten gerutscht im Ranking, weil er eine längere Pause hinlegen musste. Diese scheint er aber verdammt gut genutzt zu haben, wie auch im Match gegen Marin Cilic zu erkennen war.

Auffällig: Trotz weniger Breakpunkte hatten beide Akteure bereits im ersten Durchgang erhebliche Probleme beim eigenen Aufschlag. Entscheidend nutzen konnte diese der Japaner, als er Cilic zum 3:2 breakte. Wenig später hieß es 6:4 für Nishikori.

Im zweiten Satz lief es dann zuerst für den Kroaten nicht rund, aber er konnte gleich fünf Breakbälle abwehren. Nishikori gelang dies nicht, deshalb stand es 3:1 für Cilic. Doch die Nummer drei hatte sichtbare Probleme mit dem Knie, musste sich behandeln lassen – und kassierte direkt das Rebreak zum 3:2.

Doch im weiteren Verlauf schien eher Nishikori durch die scheinbare Verletzung des Gegners abgelenkt zu sein, verlor besonders hintenraus die Konzentration. Beim 5:4 schlug er zum Matchgewinn auf, konnte aber gleich drei Matchbälle nicht verwerten. Und Cilic? Schlug eiskalt zurück, holte sich letztlich den Tiebreak mit 7:1.

Trainer Chang ist optimistisch

Die Nummer 36 fing sich dann allerdings. Im dritten Durchgang waren beide beim Service deutlich souveräner, bis auf eine Ausnahme: Als Cilic sich zum 3:5 breaken ließ. Dieses Mal nutzte Nishikori die Chance und vollendete zum 6:4, 6:7, 6:3. Trainer Michael Chang sieht seinen Schützling in einer guten Position:

Der Belag hat genau das richtige Tempo für Kei. Die Bälle springen nicht so hoch ab, er kann sie hüfthoch treffen.

Warnung genug für den kommenden Gegner. Dieser könnte Alexander Zverev heißen, sofern das Geburtstagskind an seinem 21. Ehrentag das Viertelfinale gegen Richard Gasquet für sich entscheidet.


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