Großartige Vorstellung gegen die Nummer 38 der Welt.




Novak sorgt für rot-weiß-rote Jubelstürme

Österreich ist nur noch einen Punkt vom Aufstieg in die neu geschaffene Davis-Cup-Endrunde entfernt. Held des Tages war Dennis Novak, der sich im zweiten Einzel überraschend gegen Australiens Nummer eins Alex de Minaur durchsetzte. Der in der Weltrangliste 95 Plätze niedriger gelistete Außenseiter siegte mit 3:6, 6:2, 6:3, 6:2. Zuvor hatte bereits Dominic Thiem die 6000 Fans auf dem Grazer Messegelände mit einem souveränen Dreisatz-Sieg gegen Jordan Thompson in Hochstimmung versetzt.

Novak brauchte allerdings einen Satz, um den Rückenwind auszunutzen. Nachdem im ersten Durchgang noch vieles danebenging, fand der 25-Jährige mit fortlaufender Spieldauer immer besser in seinen Rhythmus. Novak steigerte das Risiko, während de Minaur zu verhalten agierte. Der Australier wurde nun immer häufiger vom Paradeschlag des Lokalmatadoren erwischt: der fantastischen Rückhand die Linie entlang.

Im dritten Satz war der Wahl-Neufelder nicht mehr aufzuhalten. Neben seinen druckvollen Grundschlägen streute Novak immer wieder gefühlvolle Stopps ein. Die schnelle 4:1-Führung schmolz zwar noch mal zusammen, am verdienten Satzgewinn gab es aber nichts mehr zu deuteln.

Doppel hat Entscheidung auf dem Schläger

Die Nummer vier im „Race to Milan“ war geschlagen. Novak ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 – spätestens nach dem Doppel-Break in Satz vier entspannten sich die Gesichtszüge von Kapitän Stefan Koubek. Es war nicht Novaks erster Erfolg gegen einen Top-40-Spieler. Die Davis-Cup-Qualitäten des Weltranglisten-133. bekam bereits Andrey Rublev (damals ATP 35) zu spüren, der im April mit Russland gegen Team Austria den Kürzeren zog.

Oliver Marach und Jürgen Melzer können nun bereits am Samstag alles klar machen. Das österreichische Doppel wird es aller Voraussicht nach mit John Peers und Jordan Thompson zu tun bekommen. Womöglich wechselt sich Australiens Teamchef Lleyton Hewitt aber auch selbst ein.

So oder so – der Alpenrepublik fehlt nur noch ein Sieg, um erstmals seit 2013 in die höchste Liga (aktuell Weltgruppe) des Davis Cups zurückzukehren.

 

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