Erst wurde er von Tommy Haas gedemütigt, dann leistete sich Benoit Paire eine noch viel schwächere Leistung. Deutlich hörbar über die Außenmikrofone.

Nach einer völlig einseitigen Partie hatte er ein 2:6, 3:6 gegen den 39-jährigen Deutschen kassiert.


Paires Aussetzer deutlich zu hören

Gegen Endes des Matches vergriff sich der Franzose komplett im Ton. Er sagte im Monolog zu seiner Box, dass Haas „eine komplette Null“ sei. Und normalerweise würde er diesen mit „6:2, 6:2 nach Hause schicken“.

Doppelt peinlich. Denn erstens war die eigene Leistung es nicht würdig, überhaupt einen Ton über den Gegner zu verlieren. Und zweitens hat es ein Profi wie Tommy Haas, mit seiner unendlichen Anzahl an Comebacks, nicht einmal im Hauch verdient, verspottet zu werden.

Haas mit erstem Monte-Carlo-Sieg seit 2004

Tommy beendete auf den finalen Metern seiner Karriere einen langen Fluch, der für ihn auf dem Sandplatzturnier lag. Sage und schreibe 13 Jahre lag der letzte Erfolg im Fürstenstaat zurück. Und nun dieser Paukenschlag gegen Benoit Paire.

Haas ging als klarer Außenseiter gegen die Nummer 40 der Welt in die Partie. Mit seinem Protected Ranking angetreten, drehte die Nummer 655 der Welt von Beginn an mächtig auf. Beim Stand von 0:1 selbst noch einen Breakball abgewehrt, dann direkt die erste Chance genutzt zur 2:1-Führung. Beim eigenen Service musste der 39-Jährige zwar ein wenig zittern und in der Folge zweimal über Einstand gehen, brachte den Vorsprung aber zum 4:2 durch. Und als dann auch noch das zweite Break zum 5:2 gelang, war Durchgang eins gelaufen.

Im zweiten Satz legte Haas erst recht los wie die Feuerwehr: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0. Was für eine Demonstration des Deutschen. Erst dann bäumte sich der lethargisch wirkende Paire noch einmal auf, schaffte den Anschluss auf 3:4. Doch Tommy ließ all seine Routine spielen und verwandelte nach nur 68 Minuten Spielzeit direkt den ersten Matchball zur Überraschung.

https://twitter.com/TennisTV/status/854300804785856512

Nun geht es gegen die Nummer neun der Setzliste

In der kommenden Runde wartet ein richtig dickes Kaliber auf den Deutschen. Der Gegner heißt Tomas Berdych, ist die Nummer zwölf der Welt und in Monte Carlo an Position neun gesetzt. Allerdings: Im direkten Vergleich hat Haas mit 2:1 die Nase vorn.

Sicher ist: Von diesem wird der Deutsche mit Sicherheit nicht verspottet werden!

 

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