Diese Frau kann es irgendwie nicht normal. Erst drei Matchbälle vergeben, dann zurückgekämpft – und schließlich in einem Krimi tatsächlich gewonnen.


Petkovic startet stark

Der Auftakt in das Match gegen Petra Kvitova (WTA 28) hätte für „Petko“ besser kaum laufen können. Sie nahm der Tschechin direkt im ersten Spiel den Service ab und legte danach zum 2:0 nach. Auch im Anschluss blieb die DTB-Spielerin konzentriert, schaffte wenig später ein zweites Break zum 4:1. Selbst als Kvitova aus dem 5:1 noch ein 5:3 machte, behielt Petkovic die Nerven und verwandelte mit einem Aufschlagspiel zu 15 zum Satzausgleich.

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Im zweiten Durchgang blieb lange Zeit alles in Reihe. Beide Spielerinnen hielten den Aufschlag bis zum 4:4, ehe Kvitova das scheinbar vorentscheidende Break zum 5:4 gelang. Doch „Petko“ wollte es noch einmal wissen, erspielte sich ein 0:40 und damit gleich drei Breakbälle – die sie allesamt vergab. Es folgten die Breakchancen vier, fünf, sechs, sieben und acht. Und auch diese ließ sich Petkovic allesamt entgehen, ehe Kvitova mit dem ersten Satzball zum Ausgleich verwandelte.

Der dritte Satz toppt alles

Der Schock darüber schien zu Beginn des dritten Satzes nicht sonderlich groß zu sein bei der Deutschen. 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 – Die Nummer 98 stand zu diesem Zeitpunkt mit eineinhalb Beinen in der zweiten Runde. Doch die Tschechin schlug zurück, wenig später hieß es plötzlich 4:4. Dann gelang Petkovic endlich wieder ein Spielgewinn, das 5:4. Was im Anschluss passierte, ist kaum in Worte zu fassen. 15:40, zwei Matchbälle für die Deutsche – abgewehrt. Dann der dritte Matchball – abgewehrt. Kvitova behielt die Nerven und glich zum 5:5 aus. Auch beim 7:7 war alles in der Waage, dann gelang Kvitova das Break zum 8:7. Die Linkshänderin schlug zum zweiten Mal zum Sieg auf – und musste zum zweiten Mal den Aufschlagverlust hinnehmen. Break Petkovic, 8:8. Jetzt hatte es die Stunde der Deutschen geschlagen: 9:8, 10:8. Riesengroß der Jubel bei „Petko“!

Ausgeschieden ist derweil Mischa Zverev. Der 30-Jährige verpasste ein mögliches Drittrunden-Duell mit seinem jüngeren Bruder Alexander, weil er gegen den Südkoreaner Chung beim Stand von 2:6, 1:4 aufgeben musste. Wie schon in den vergangenen Wochen wirkte die Nummer 35 nicht topfit. Schuld daran waren ein Infekt und eine überaus unangenehme Knochenhautentzündung im Oberarm.


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