Gelingt mit diesem Spielertausch doch noch die Wende?

Nach den ersten beiden Matches am Freitag gab es für das französische Davis-Cup-Team kaum noch Hoffnung auf den Titel. Jeremy Chardy hatte sein Spiel gegen Borna Coric ebenso glatt in drei Sätzen verloren wie Jo-Wilfried Tsonga im Anschluss gegen Marin Cilic. Der „Muhammad Ali“ des Tennissports hätte grundsätzlich zwar die Klasse, um sein zweites Match zu gewinnen, doch aktuell fehlt es ihm an Wettkampfpraxis. Zudem klagte der 33-Jährige gegen Cilic über Leistenprobleme.

Mit dem 1:2-Anschluss im Doppel durch den Sieg von Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert (in vier Sätzen gegen Mate Pavic und Ivan Dodig siegreich) keimte bei Frankreich-Teamchef Yannick Noah vor der Entscheidung am Sonntag jedoch wieder etwas Hoffnung auf den elften Davis-Cup-Titel auf.

Frankreich tauscht aus: Noah setzt gegen Cilic auf Pouille

Die Frage lautete jedoch: Wer soll am Entscheidungstag überhaupt aufschlagen? Richard Gasquet und Gael Monfils fehlen ohnehin, Tsonga wirkte zum Finalauftakt angeschlagen und Chardy war nicht in Bestform. Aus Sicht der französischen Tennis-Fans war es demnach höchste Zeit, Lucas Pouille (ATP #32) zu nominieren.

Und genauso kam es dann auch: Kurz vor dem Start des vierten Matches wurde bekanntgegeben, dass sich Pouille im vierten Einzel mit Cilic auseinandersetzen soll. Nur mit einem Sieg über die kroatische Nummer eins, wäre für Frankreich vor dem abschließenden Einzel noch alles drin. Wenn einem die Wende zuzutrauen ist, dann Pouille. Er war es schließlich, der den Titel im vergangenen Jahr mit seinem entscheidenden Sieg zum 3:2 über Belgien (gegen Steve Darcis) perfekt machte.

Doppel-Sieger Mahut glaubt an einen Frankreich-Erfolg

Der Glaube an einen Turnaround ist im französischen Team jedenfalls nach wie vor vorhanden. Bereits am Samstag nach dem Doppel-Erfolg gab sich Mahut optimistisch: „Wir haben versucht, das Team am Leben zu halten. Ich denke, heute Nacht werden wir mit einem Lächeln einschlafen, aber okay, wir haben dieses eine Match gewonnen, müssen aber noch zwei nachlegen. Wir wollen den Davis Cup gewinnen und ich denke, unsere Spieler können das schaffen.“