Nadal hat seinen zweiten Grand Slam in diesem Jahr gewonnen. Kein Wunder, dass er sich in der PK nach dem Finale zufrieden zeigte.

Im Finale gegen Kevin Anderson hatte Rafael Nadal kaum schwierige Situationen zu meistern. Mit einem glatten Dreisatz-Erfolg konnte sich der Spanier seinen zweiten Grand Slam-Titel im Jahr 2017 sichern. In der Pressekonferenz nach dem Spiel wurden ihm kaum Fragen zu Anderson gestellt. Vielmehr ging es den anwesenden Journalisten um Nadal selbst und die Rivalität mit Roger Federer.


Nadal: „Ich war nervös“

Obwohl er beim 6:3 6:3 6:4 gegen Kevin Anderson kaum Probleme hatte, vergab Nadal zu Beginn der Partie einige Breakchancen. Dennoch schien er nach außen hin ruhig zu bleiben.

„Ich war nicht ruhig. Ich war nervös. Aber es wäre dumm, deshalb eine negative Körpersprache zu haben. Das ginge gegen sich selbst. Das ist eines dieser Dinge, die ich mein ganzes Leben lang versucht habe, dass die Körpersprache mir hilft und nicht gegen mich arbeitet. Denn das ist eines dieser Dinge, die nur an mir selbs tliegen und nicht am Gegner. Heute war nicht der Tag, um eine negative Körpersprache zu haben, sondern genau das Gegenteil, alle Momente zu akzeptieren.“

„Kevin hat versucht, das gesamte Match aggressiv zu spielen. Ich denke, ich habe solide serviert, bis auf die letzten zwei Games, in denen ich nervöser war und schlecht aufgeschlagen habe. Ansonsten habe ich gut serviert.“

„Wenn du gesund bist, ist alles möglich. “

Nicht nur mit seiner Leistung im Finale war Rafael Nadal zufrieden. Auch das Gezeigte über die zwei Wochen hinweg stellt ihn zufrieden. Vor allem die Tatsache, dass er endlich wieder auf Hardcourt einen Titel gewinnen konnte, erfreut Nadal sichtlich.

„Ich bin sehr glücklich. Das waren großartige zwei Wochen für mich. Mein Level nahm stetig zu, mein Zutrauen stieg über die zwei Wochen an. Ich habe diese Trophäe erneut in New York gewonnen. Das bedeutet mir viel. Es gibt keinen besseren Weg, die Grand Slam Saison zu beenden. Ich bin sehr glücklich darüber, wie ich gespielt habe, wie ich mit dem Druck umgegangen bin.“

„Es ist so wichtig, wieder auf Hardcourt gewonnen zu haben. Das gibt mir viel Energie. Wenn du gesund bist, ist alles möglich. Mit Verletzungen erscheint alles unerreichbar. Aber gesund zu sein und die Chance zu haben, zu trainieren und mit anderen zu konkurrieren, ändert alles.“

„Für mich ist es wichtig, weil es die US Open sind. Es stimmt, dass ich eine lange Zeit auf Hardcourt keine Titel gewinnen konnte. Aber ich habe auf Hardcourt deshalb nicht schlecht gespielt. Ich war im Finale von Australien, Acapulco und Miami. Ich war bereit, zu gewinnen. Aber es war nicht so, das ist richtig. Aber heute ist es passiert. Deshalb bin ich sehr glücklich darüber. Die US Open sind ein tolles Event. Die Energie, welche diese Stadt und dieser Platz mir bringt ist unglaublich. Ich fühle mich sehr verbunden und genieße diese Leidenschaft, die ich auf diesem Platz fühle.“

„Eine der besten Saisons meiner Karriere.“

Auch im Hinblick auf die gesamte Saison 2017 äußerte sich Nadal zufrieden. Nach seinen Verletzungspausen kann er als Nummer eins und zweifacher Grand Slam-Sieger auch glücklich sein.

„Es ist natürlich ein sehr spezielles Jahr für mich. Ich hatte ein paar Jahre, in denen ich keinen Grand Slam gewinnen konnte. 2016 und 2014 waren Jahre mit vielen Verletzungen. Und 2015 waren es keine körperlichen Verletzungen, sondern mentale. Natürlich bin ich sehr glücklich, wieder auf diesem hohen Level zurück zu sein, nachdem ich jahrelang nicht konkurrenzähig war.“

„Ich denke, im Bezug auf die Resultate war es eine der besten Saisons meiner Karriere. Ich habe Titel gewonnen, drei Grand Slam-Finals gespielt. Das ist einiges, oder?“


Rafael Nadal

 

 

„Ich liebe diesen Sport“

Obwohl Nadals Worte schon fast ein wenig sentimental waren und nach Abschied klangen, schob er diesen Gerüchten direkt einen Riegel vor. Nadal liebt diesen Sport und wird weitermachen, so lange er das Feuer in sich spürt.

„Ich habe immer alle Herausfroderungen angenommen, vor die mich meine Karriere gestellt hat. Da waren gute News und schlechte News dabei. Ich akzeptierte alles auf eine natürliche Art und Weise. Ich bin eine Person, die nicht so viele Ups and Downs hat. Wenn ich einen negativen Moment erlebe, bin ich trotzdem nicht sehr down und wenn ich etwas positives erlebe – so wie jetzt – glaube ich nicht, dass ich sehr abhebe.“

„Aber es stimmt, dass ich jezt schon 31 bin und nicht mehr 25. Aber ich habe immer noch die Leidenschaft und ich liebe diesen Sport. Ich will weitermachen und es fühlen, jederzeit wenn ich auf den Platz gehe. So lange diese Dinge gegeben sind, werde ich weiterspielen.“

„Sollten irgendwann die Tage kommen, an denen ich all das nicht mehr fühle, ist der Tag gekommen, an dem ich sage, dass ich jetzt andere Dinge machen werde.“

Nadal über Federer: „Rivalität wichtig für unseren Sport“

Nach seinem Sieg über Kevin Anderson kann Rafael Nadal stolz auf 16 gewonnene Grand Slam-Titel sein. Da darf die Frage nach dem Rekord natürlich nicht fehlen. Aktuell steht Roger Federer bei 19. Doch Nadal scheint daran kaum Gedanken zu verschwenden.

„Ich habe wirklich noch nicht viel darüber nachgedacht. Ich gehe einfach meinen Weg und er geht seinen. Wenn ich zwei Grand Slams dieses Jahr gewinne und er nicht, wird es enger. Aber es dauert nur ein Jahr und er hat 19, wie man sieht. Ich habe 16. Drei sind schon eine große Differenz. Aber ich denke wirklich nicht viel über diese Dinge nach.“

„Es läuft gut für Roger. Er hat eine tolle Saison. Und es läuft gut für mich, denn ich habe auch eine tolle Saison. Lasst uns sehen, was noch passiert. Tennis besteht nicht nur aus Grand Slams. Es kommen noch einige Turniere und ich freue mich auf den letzten Teil der Saison.“

„Natürlich ist diese Rivalität wichtig für unseren Sport. Da sind viele Leute involviert, auch wegen den verschiedenen Stilen, den unterschiedlichen Charakteren. Ich denke, das ist eine großartige Promo für unseren Sport. Auch deshalb, weil unsere Beziehung immer sehr respektvoll und freundlich war.“

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