Ein Land stellt die Nummer Eins der Weltrangliste – das gab es zuletzt vor 14 Jahren.

Die Weltrangliste wird ab dieser Woche erst einmal von Spanien aus regiert. Dadurch, dass es Karolina Pliskova nicht wieder mindestens ins Finale der US Open geschafft hat, ist Garbine Muguruza nun an die Topposition gerutscht. Ihr männliches Pendant, Rafael Nadal, ist schon eine Weile länger wieder auf dem Tennisthron angekommen. Damit stellt das erste mal seit 2003, als Andre Agassi und Seren Williams die USA mit einer Doppelspitze versorgten, wieder ein Land beide Weltranglistenersten im Einzel. Im Ranking Report findet ihr die Sieger und Verlierer der letzten zwei Wochen.

 

Ranking Report: ATP Movers

Unter den Top 10-Spielern gibt es zwei klare Ranking-Gewinner: Alexander Zverev und Pablo Carreno-Busta. Zverev klettert, trotz seiner fr√ľhen Niederlage bei den US Open, auf Platz vier der Weltrangliste. So hoch stand der 20-J√§hrige noch nie. Pablo Carreno Busta zieht zum ersten Mal in die Top 10 ein. Der 26-J√§hrige konnte durch seinen Halbfinaleinzug in New York neun Pl√§tze gut machen und findet sich nun auf Platz zehn der Weltrangliste wieder.¬†Carreno Busto hatte sich im Halbfinale Kevin Anderson geschlagen geben m√ľssen. Der S√ľdafrikaner ist im Finale zwar Rafael Nadal unterlegen, konnte aber die Punkte gut nutzen, um im Ranking um 17 Pl√§tze auf Rang f√ľnfzehn zu klettern. Damit ist der 31-J√§hrige nur noch f√ľnf Pl√§tze von seiner Bestmarke entfernt.

 


Ebenfalls wieder auf seinem Career High angekommen ist Diego Schwartzman. Der quirlige Argentinier hat bei den US Open f√ľr Aufsehen gesorgt, als er erst Marin Cilic und dann Lucas Pouille aus dem Turnier nahm. Ebenso klettern konnte Andrey Rublev. Der junge Russe kam bis ins Viertelfinale von New York und rangiert nun so hoch wie noch nie auf Platz 37. Ebenfalls aus der „NextGen“-Riege ist Denis Shapovalov. Seit Montreal ist bei dem 18-J√§hrigen der Turbo angegangen. Auch bei den US Open spielte der Kanadier fulminant und k√§mpfte sich durch die Qualifikation bis in die Runde der letzten 16. Der Lohn: Platz 51, so hoch wie noch nie.

Ebenfalls richtig aufgestiegen ist Cedric Marcel-Stebe. Lange von verschiedensten Verletzungen aus der Bahn geworfen, will es der 26-Jährige nun noch einmal wissen. Mit Erfolg, langsam arbeitet sich der Deutsche wieder vor und steht erstmals wieder unter den Top 100. Um 17 Zähler steigt er auf Rang 90.

Rafael Nadal

 
 
 

Ranking Report: ATP Losers

Wo es Gewinner gibt, da findet man auch Verlierer. In den Top 10 sind das ganz klar Novak Djokovic und Stan Wawrinka. Beide mussten verletzungsbedingt ihre Saison vorzeitig beenden. Daher konnten sie ihre Punkte in New York nicht verteidigen. Besonders im Fall von Wawrinka bitter, denn er hat das Turnier letztes Jahr gewonnen und st√ľrzt daher deutlich ab. Der Schweizer f√§llt auf Platz acht zur√ľck, Djokovic f√§llt auf Platz sechs. Ebenfalls deutlich zur√ľckgefallen ist Gael Monfils. Der Franzose musste in New York gegen David Goffin in Runde drei aufgeben. Monfils f√§llt um 14 Pl√§tze auf Rang 36.

Ranking Report: WTA Movers

Auch wenn New York sicher nicht ganz so gelaufen ist, wie sich Garbine Muguruza das gew√ľnscht hat, ist sie trotzdem eine Gewinnerin. Zum ersten Mal erreicht die Spanierin die Weltspitze und ist die neue Nummer eins der Damen. Ebenfalls geklettert ist Elina Svitolina. Die Ukrainerin steht auf Platz drei, ihrem h√∂chsten Ranking bisher.

 


Unzweifelhafte Gewinnerin des Wochenendes und auch des Rankings ist Sloane Stephens. Aus dem Nichts und erst k√ľrzlich von einer Verletzungspause zur√ľckgekehrt, gewann die 24-J√§hrige die US Open. Damit macht die Us-Amerikanerin ganze 66 Pl√§tze gut und rangiert nun wieder auf Platz 17. Das ist nur sechs Z√§hler von ihrer Topposition 11 entfernt.

 


Ebenfalls deutlich Boden gut gemacht hat Julia Görges. Mit ihrer guten Performance bei den US Open macht die Deutsche sieben Plätze gut und steht nun auf Rang 26. Auch Tatjana Maria arbeitet sich langsam aber stetig nach oben. Die 30-Jährige steigt um drei Zähler auf Platz 58.

Ranking Report: WTA Losers

Angelique Kerbers Jahr war bisher entt√§uschend. Auch wenn man vielleicht nicht noch mal mit zwei Grand Sllam-Titeln rechnen konnte, ist 2017 von der Leistung her f√ľr sie absolut nicht zufriedenstellend. Reihenweise Erstrundenniederlagen kosteten die wertvollen Punkte aus dem letzten Jahr. Es war nur eine Frage der Zeit, wann sich das auch im Ranking niederschlagen w√ľrde. Nach den US Open ist es nun soweit. Kerber rutscht um acht Pl√§tze auf Rang 14 ab. Damit steht die 29-J√§hrige seit 2012 das erste Mal wieder nicht mehr in den Top 10.

Bitter d√ľrfte die US Open-Viertelfinal-Niederlage f√ľr Karolina Pliskova nicht nur aus spielerischer Sicht gewesen sein. Denn mit dem Ausscheiden in der Vorschlussrunde der US Open hat die Tschechin auch ich Nummer Eins-Ranking eingeb√ľ√üt. Sie f√§llt auf Platz vier zur√ľck.

Ebenfalls weiter auf Talfahrt ist Roberta Vinci. Die Italienerin, die 2015 noch bis ins Finale von New York kam und auf dem Weg dahin Serena Williams schockte, st√ľrzt weiter im Ranking ab. Ganze 37 Pl√§tze geht die Fahrt nach unten. Nur noch auf Rang 84 wird die 34-J√§hrige gef√ľhrt.

 

Das Ranking der Deutschen:

ATP

Alexander Zverev 4 (+2)

Mischa Zverev 27 (+-0)

Philipp Kohlschreiber 34 (+3)

Jan-Lennard Struff 54 (-5)

Florian Mayer 69 (+5)

Cedric Marcel-Stebe 90 (+17)

Peter Gojowczyk 97 (+9)

WTA

Angelique Kerber 14 (-8)

Julia Goerges 26 (+7)

Mona Barthel 53 (-2)

Tatjana Maria 58 (+3)

Laura Siegemund 60 (-7)

Carina Witthoeft 75 (-10)

Andrea Petkovic 105 (-12)

 

 

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