Roger Federer hat sein Auftaktmatch gewonnen – und ist absolut zufrieden mit seiner gezeigten Leistung.

Sein Sieg war keine Überraschung. Beim 6:4 7:6 ließ er dem US-Amerikaner Jack Sock in 91 Minuten kaum eine Chance. Dennoch präsentierte sich Roger Federer nach der Partie gelöst und überglücklich. Fast so, als wäre er selbst von diesem Sieg etwas überrascht worden. Kaum zu glauben, wenn man sich die Zahlen etwas genauer ansieht.


„Jack Sock ist ein starker Gegner“

Roger Federer peilt seinen siebten Titel bei den ATP Finals an, wo er zum ersten Mal im Jahr 2002 teilnahm. Seitdem gewann er 53 Matches und verlor nur 12. Gegen Jack Sock durfte er seinen 50. Saisonsieg feiern. Wie gewohnt ging der Schweizer mit Respekt in die Partie:

„Es ist ein schöner Sieg. Ich bin glücklich, bei den Finals gut gestartet zu sein. Jack Sock ist ein starker Gegner, was er im zweiten Satz auch gezeigt hat. Ich bin glücklich, nach frustrierenden Momenten- durch viele vergebene Breakbällen – noch einen Weg gefunden zu haben. Ich blieb bei meinem Aufschlag fokussiert und hab es dann im Tie-Break geschafft, der auch viele Ups and Downs hatte, aber ich bin sehr glücklich, so durch die erste Runde gekommen zu sein.“

„Es gibt keinen Weg zurück, nur Vollgas voraus“

Allgemein schien Federer sich seiner Sache vor dem Auftakt gar nicht so sicher gewesen zu sein. Schließlich hat er nach dem ATP-Turnier in Basel eine kleine Pause eingelegt. Die Erleichterung über den positiv gestalteten Auftakt rührt also vermutlich daher.

„Ich bin froh darüber, dass ich heute in der Lage war, rauszugehen und von Anfang an eine gute Energie zu haben. Das war das beste Gefühl seit dem Finale gegen Del Potro. Ich bin sehr froh, dass ich nicht den Preis dafür zahlen muss, es in den vergangenen Tagen ruhiger angegangen zu sein und mich etwas zu erholen. In den letzten Tagen habe ich mich in Form gebracht. Jetzt bin ich im Turnier und es gibt keinen Weg zurück, nur Vollgas voraus.“

„Es ging heute eher darum, das Spiel zu managen, als tatsächlich eine bestimmte Art zu spielen. Sicher hatte ich einen taktischen Plan mit meinem Team, aber oft ist es bei den ersten Spielen in einem Turnier so, dass dieser über Board geworfen wird, weil du am Ende einfach glücklich sein musst, wenn du gut servierst. Zuerst gilt der Fokus dem eigenen Service und dann versuchst du beim Return den Ball im Spiel zu halten und dann von dort aus dein Bestes zu geben.“

„Ich merke, dass der Platz tatsächlich schneller ist.“

Neben der Partie gegen Jack Sock und seiner Vorbereitung auf die ATP Finals äußerte sich Roger Federer am Abend auch zu den Platzverhältnissen. Diese sollen angeblich in diesem Jahr das Spiel noch etwas schneller machen – was eigentlich einem Roger Federer gerade im Vergleich zu Rafael Nadal entgegen kommen dürfte.

„Ja, das wurde mit mitgeteilt. Ich merke, dass der Platz tatsächlich schneller ist. Ich weiß nicht, ob das gut für mich ist oder nicht, denn das macht die Matches enger.“

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