Mit seinem neunten Titel in Halle hat sich Roger Federer pünktlich vor Wimbledon wieder in Form gespielt und ist dort Mitfavorit.

Roger Federer

 

 

Vor allem im On-Court-Interview zeigte sich der Schweizer im Anschluss überglücklich und begeistert über seine tolle Woche bei den Gerry Weber Open.

„Ja, es war wirklich unglaublich, habe super gespielt, mich gut gefühlt von Anfang an und habe dann nie wirklich nachgelassen. Es ist immer natürlich ein Traum so ins Finale zu starten und das dann durchzuziehen ist nicht sehr einfach. Aber irgendwie ist heute alles geglückt. Es war bei weitem mein bestes Spiel der Woche und Sascha hat auch ein tolles Turnier gespielt. Ich bin froh, dass er auch unverletzt blieb nach dem Sturz. Es hat mich enorm gefreut, wieder hier in Halle spielen zu dürfen.“

It’s unbelievable, really, I played great, felt good from the get-go and never really let up. It’s a dream to start into a finals the way I did today and to keep it going isn’t easy. But today, somehow everything worked out. It was my best match of the week by far and Sascha played a great tournament. I’m glad he didn’t get injured during his fall. It was a true pleasure playing here in Halle again.

Häufig bildete das Turnier in Halle den wunderbaren Anfang auf der Reise in Richtung Wimbledon und mit seinem Sieg am heutigen Sonntag gegen Alexander Zverev gab der Schweizer einen deutlichen Fingerzeig in Richtung der Konkurrenz – allerdings ist sich Federer auch bewusst, dass ihm das der Sieg in Halle in Wimbledon keinen Freifahrtschein bringen wird.

„Keine Wildcard ins Halbfinale“

„Ich hoffe es hilft mir – leider gibt es mir keine Wildcard ins Halbfinale: Es fängt alles wieder bei Null an in Wimbledon: Vom Gefühl her ist es natürlich unglaublich nach der langen pause wieder so gut spielen zu können wieder, hier Selbstvertrauen zu können oder Spielwitz zu haben und die Freude ist sofort wieder da auf dem Matchplatz zu stehen. Ich bin eigentlich gar nicht abergläubig, aber 03 hat es hier zum ersten Mal funktioniert und danach in Wimbledon.“, sagte der 35-Jährige gegenüber der ZDF im Interview im Anschluss.

I hope it helps – but unfortunately the tournament win here doesn’t give me a wildcard into the Wimbledon semifinals. Everything starts from zero. But it feels amazing to play that well after such a long break, just to get that confidence and that feel and fun for the game. Usually I’m not really superstitious but 2003 I won here for the first time and afterwards I also did it in Wimbledon, so we’ll just see how it goes.

Auch wenn sich Federer am heutigen Sonntag klar gegen Alexander Zverev durchsetzen konnte, so hatte er dennoch viele lobenden Worte für seinen Kontrahenten aus Deutschland – und war auch zu dem ein oder anderen Scherz aufgelegt.

„Freue mich riesig für ihn“

„Ja, ich finde ihn ein einen tollen Spieler, auch ein ganz netter junger Bub immer noch. Spaß beiseite. Er hat mich als schön alt bezeichnet gestern am Abend, er hat das richtig gemacht. Ich freue mich für ihn, dss er so enorme Fortschritte gemacht hat im vergangenen Jahr, nachdem ich gegen ihn gespielt habe im vergangenen Jahr, wie er sich wieder weiter entwickelt hat und die Zukunft gehört ihm natürlich. Und ich freue mich riesig für ihn, ein toller Typ, fair play und solche Spieler brauchen wir“

I think Sascha is a great player and also a really nice young boy – still. Nah, I’m just kidding, cause he called me „pretty old“ last night, but he was right of course. I’m really happy for him to have made such progress in the past year since we played here the last time with the way that he evolved. The future belong to him and I’m really happy for him. He’s a great guy, about fair play and we need players like him.

 


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