Gutes Sitzfleisch zahlt sich manchmal aus: Wer sich in Rom für das Viertelfinale zwischen Maria Sharapova und Jelena Ostapenko entschieden hat, wurde belohnt.

Kampf auf Biegen und Brechen

Wenn die aktuelle gegen die French-Open-Siegerin von 2012 und 2014 spielt, besteht Hoffnung auf ein Sandplatzmatch der Extraklasse. Und so kam es auch: Jelena Ostapenko und Maria Sharapova hatten den frommen Wunsch der Zuschauer erhört, der erste Satz zwischen den Hard-Hitterinnen dauerte allein 80 Minuten.

Mit dem besseren Ende für die 20-jährige Lettin: Trotz fünf vergebener Satzbälle holte sich „Osta-PENG-ko“ den hart umkämpften Durchgang mit 8-6 im Tiebreak. Sharapova hatte zuvor einen 1:4-Rückstand aufgeholt und in der Kurzentscheidung sogar an der großen Wende geschnuppert. Im entscheidenden Moment war die Powerfrau aus Riga allerdings wieder zur Stelle.

Sharapova schlägt zurück

Wer nun einen glatten Zweisatzsieg der Miami-Finalistin erwartet hatte, sah sich getäuscht. „MaSha“ behielt den Glauben an die eigene Stärke und belohnte sich mit dem Satzausgleich. Nach fünf Breaks auf beiden Seiten verdiente sich die Russin mit einem krachenden Rückhandreturn eine Extrarunde.

Das „Kennenlernen“ sollte noch ein Weilchen andauern. Im ersten Vergleich auf Tour-Ebene wurden auch in der Entscheidung keine Geschenke verteilt. Ostapenko blinzelte zuerst: Das Break zum 4:2 reichte nicht, weil Sharapova beim Ausservieren patzte. Anschließend ließ die Weltranglisten-40. zwei Matchbälle als Rückschlägerin liegen. Sei’s drum: Nach einer Spielzeit von 3:10 Stunden machte Sharapova den 6:7 (8), 6:4, 7:5-Erfolg mit ihrem dritten Matchball perfekt. Nebenbei stellte sie auch noch den Rekord von Serena Williams in der ewigen Stadt ein – beide stehen nun bei 23:2-Siegen im Foro Italico.

Setzung in Roland Garros – „Nicht mein Hauptziel“

Für Sharapova geht es im Ranking weiter stetig bergauf. Mit dem Sieg gegen Ostapenko, ist ihr die Setzung bei den French Open kaum noch zu nehmen. Dass die ehemalige Weltranglistenerste indes keinen gesteigerten Wert darauf legt, ließ sie bereits auf der Pressekonferenz nach ihrem Achtelfinalerfolg gegen Daria Gavrilova durchblicken: „Das ist nicht mein Hauptziel, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Einfache Matches in den ersten Runden wären dadurch trotzdem nicht garantiert.“

Für die dreifache Rom-Siegerin steht am Samstag die nächsten schwere Prüfung an: Im Halbfinale trifft Sharapova entweder auf Branchenführerin Simona Halep oder die Französin Caroline Garcia.

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