Am Ende bricht der Schläger. Ein gefrusteter Dominic Thiem unterliegt in der zweiten Runde von Rom dem Italiener Fabio Fognini mit 4:6, 6:1, 3:6.

Dominic Thiem war nach Rom aus Madrid mit den gemischten Gefühlen angereist, einerseits Nadal geschlagen und das Endspiel eines 1000er-Turniers erreicht zu haben, andererseits gerade dort aber nie zu seiner Leistung gefunden zu haben. Eine klare Niederlage gegen einen dominanten Alexander Zverev war am Sonntag die Folge gewesen.

Ein schwieriges Auftaktmatch gegen den Lokalmatator Fabio Fognini schien da von vornherein nicht die günstigste aller Auslosungen zu sein. Auch wenn Fognini selbst im Verlaufe seiner Karriere das Heimpublikum in Rom offensichtlich oft eher als Bürde den als Inspiration empfunden hat. Heute jedenfalls fand der 21. der Weltrangliste gut in die Partie.

Thiem startet schlecht ins Match

Thiem dagegen agierte unter den kritischen Augen seines Trainers Günter Bresnik zunächst gelinde gesagt „fahrig“. Nach drei Aufschlagspielen hatte erschon ebenso viele Doppelfehler angehäuft. Einer davon brachte Fognini beim Stand von 1:1 seine ersten beiden Breakchancen. Die zweite konnte der Italiener nutzen und sich so einen ersten Vorteil verschaffen.

Hoffnung aus österreichischer Sicht keimte auf, als Thiem sich das Break zum 4:4 zurück holte. Diese Phase sollte sich aber als spielerisches Zwischenhoch von kurzer Dauer erweisen. Mit vielen Fehler auch aus aussichtsreichen Positionen ermöglichte die Nummer acht der Weltrangliste dem Italiener zwei weitere Spielgewinne und damit den Satzgewinn zum 6:4.

Fognini im Konzentrations-Loch

Dieser Satzgewinn schien Fogninis Konzentrations-Level aber eher abträglich zu sein. Ein wenig mehr Solidität im eigenen Spiel genügten seinem Gegner nun, um schnell ein Spiel nach dem anderen auf die Haben-Seite zu bringen. Erst bei 5:0 für Thiem stoppte Fognini den Lauf des Niederösterreichers mit einem Aufschlaggewinn. Der Satz war da aber natürlich längst entschieden. Nach nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit im zweiten Durchgang erzwang Thiem mit 6:1 den Entscheidungssatz.

Dramatik und Frust in Satz drei

Mit Beginn des dritten Satzes schien aber auch das Interesse Fogninis, an diesem Match aktiv teilzunehmen, wieder drastisch anzusteigen. Das äußerste sich gleichermaßen in Zauberschlägen und Schlägerwürfen. Die Partie erreichte ein höheres spielerisches Level, weil beide Akteure nun endlich zeitgleich ihre Leistung abrufen konnten oder wollten. Auch das italienische Publikum wurde jetzt wach und unterstützte Fognini zunehmend frenetisch.

Dramatik kam auf, als dieser im sechsten Spiel gleich fünf Breakchancen nicht erfolgreich verwerten konnte und es ihm Thiem annähernd gleich tat, indem er anschließend zwei Chancen zum Break nicht nutzte. Als Fognini dann bei Aufschlag Thiem und 15-40 erneut gleich zweimal anklopfte, konnte Thiem die Tür zum Break aber nicht mehr zu halten. Seinem angestauten Frust fiel noch, sehr ungewöhnlich für den Österreicher, ein Schläger zum Opfer, dann war das Match nach zwei Stunden und vier Minuten zu Ende und Fognini konnte sich von seinen Fans feiern lassen.

 

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