Zweite Runde gegen die Nummer elf der Welt – na und? Für Jan-Lennard Struff gar kein Problem. Der 26-Jährige zeigte eine starke Vorstellung.

Gegen Grigor Dimitrov gewann der Deutsche mit 4:6, 6:3, 6:2.


Struff lässt sich selbst von Satzrückstand nicht schocken

Im ersten Durchgang nahm das Match seinen durchaus erwarteten Verlauf. Frühes Break von Dimitrov zum 1:0, dann auf dem Weg zum 2:0 einen Breakball aus dem Weg geräumt. Der Favorit schien früh die Grenzen abstecken zu wollen. „Struff“ hatte zwar immer wieder seine Chancen, nutzte sie aber nicht. So auch beim Rückstand von 3:4, als die Nummer 58 der Welt erneut zwei Breakmöglichkeiten liegen ließ. Nach 40 Minuten machte der Bulgare die Satzführung perfekt.

Doch Jan-Lennard Struff hatte an diesem Tag großes vor. Der Rückstand brachte ihn nicht aus der Ruhe, ganz im Gegenteil. Zweimal souverän zu 15 durchserviert, dann das Break zum 3:1 eingesackt. „Struffi“ war in der Spur, ließ auch danach beim Aufschlag rein gar nichts anbrennen. Die Konsequenz: Nach knapp 75 Minute hatte er den Satzausgleich in der Tasche.

Der dritte Durchgang musste also die Entscheidung bringen. Und hier hatten beide Akteure anfangs mit dem eigenen Aufschlag zu kämpfen, brachten diesen aber bis zum 2:2 jeweils durch. Dann war es wieder der Deutsche, der mit dem Break zum 3:2 für den vorentscheidenden Vorteil sorgte. Dimitrov geriet zunehmend unter Druck, gab danach nochmal seinen Service zum 2:5 ab und damit zur Entscheidung ab. Struff jubelte verschmitzt in Richtung eigene Bank und ballte die Faust. Wohlwissend, eine große Überraschung geschafft zu haben.

Struff nun gegen einen Argentinier

Im Achtelfinale wartet eine unangenehme, aber machbare Aufgabe. Es geht gegen den argentinischen Sandplatzwühler Diego Schwartzmann. Zwischen den beiden Spielern ist es der erste Vergleich. Schwartzmann gewann seine beiden Auftritte gegen Tomic und Bautista Agut jeweils glatt in zwei Sätzen.

 

Hast du das Hawk-Eye? Erkenne jetzt die Profispieler an ihrer Jubel-Faust!