Graz feiert seine Davis-Cup-Helden.




Es ist vollbracht! Österreich kehrt erstmals seit 2013 in die Davis-Cup-Weltgruppe zurück. Für den dritten und entscheidenden Punkt sorgte Dominic Thiem. Die rot-weiß-rote Nummer eins setzte sich im Duell der Topspieler nach einer Achterbahnfahrt mit 6:4, 6:2, 3:6, 6:4 gegen Australiens Jungstar Alex De Minaur durch.

Thiem macht es (unnötig) spannend

Der French-Open-Finalist hatte die Gastgeber bereits am Freitag mit 1:0 in Führung gebracht. Es folgte der Überraschungserfolg von Dennis Novak gegen De Minaur, bevor sich Jürgen Melzer und Oliver Marach am Samstag dem australischen Doppel Lleyton Hewitt/John Peers in vier Sätzen geschlagen geben mussten.

Der Druck lastete also auf Thiems Schultern – was ihm in der Anfangsphase auch anzumerken war. Während der Weltranglistenachte noch nach der Feinjustierung suchte, war De Minaur sofort hellwach: 0:1, 1:1, 1:2, 1:3 – die 6000 Fans auf dem Grazer Messegelände rieben sich verwundert die Augen.

Spätestens ab Mitte des ersten Satzes entspannten sich allerdings wieder die Gesichtszüge. Thiem holte sich sein verlorenes Aufschlagspiel zurück und ließ beim Stand von 4:4 ein weiteres Break folgen. Auch im zweiten Durchgang blieb er am Drücker: Den gewaltigen Grundschlägen des Lichtenwörthers hatte das 19-jährige Leichtgewicht in dieser Phase nicht viel entgegenzusetzen.

De Minaur dreht auf

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ „Domi“ jedoch plötzlich nach. Die Intensität ging runter, die Fehlerquote rauf. De Minaur witterte Morgenluft – und schlug zu: Nach dem Break zum 2:0 spielte er den dritten Satz von vorne weg. Wer nun dachte, dass Thiem den „Betriebsunfall“ im vierten Durchgang locker ausbügeln würde, sah sich getäuscht. Die Souveränität der ersten Stunde war längst verflogen.

„Here we go“ – schallte es jetzt immer häufiger aus der australischen Ecke. De Minaur wollten die Wende mit aller Macht. Doch auch Thiem war nun wieder voll da. Nachdem beide Spieler fünf Breaks ausgetauscht hatten, hieß es doch noch: Spiel, Satz und Sieg – Österreich.

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