Fünf Wochen musste er auf diesen Moment warten. Doch so dramatisch hatte sich „Domi“ die Rückkehr ganz sicher nicht vorgestellt.

Rublev mit viel Selbstvertrauen

Der Auftakt hatte es in sich. Es ging gegen den jungen Russen Andrey Rublev, immerhin die Nummer 33 der Welt und am Montag mit einem Krimi gegen Robin Haase erfolgreich in das Turnier gestartet.

Wieviel Selbstvertrauen dieser Erfolg gegeben hatte, war dann im ersten Satz zu erkennen. Zwar war „Domi“ beim Return noch nicht gewohnt stark, aber das lag auch daran, dass Rublev gut servierte. Beide Spieler mussten bis zum Stand von 5:5 nicht ein einziges Mal über Einstand gehen. Dann war es der Österreicher, der zum ersten Mal Probleme hatte. Und tatsächlich das Break zum 5:6 kassierte. Rublev nutzte kurz darauf direkt die erste Chance zur Satzführung.

Thiem kämpft sich zurück

Im zweiten Durchgang sah das Match dann schon ganz anders aus. Der Comebacker fand plötzlich zu seinem Return, hatte in vier von fünf Aufschlagspielen Rublevs die Chance auf ein Break. Allerdings ließ Dominic Thiem alle sechs Breakchancen liegen, der Frust war dementsprechend groß.

Beim Stand von 5:5 musste „Domi“ dann selbst einen Breakball abwehren und damit die Vorentscheidung verhindern. Dies gelang – und wenig später hatte der Österreicher endlich selbst das erste Break in der Tasche. Passenderweise zum 7:5 und damit zum Satzausgleich.

Im dritten Durchgang war der Favorit gut in der Partie, nahm dem Russen zum 3:1 den Aufschlag ab und baute die Führung zum 4:1 aus. Dann allerdings wurde es dramatisch. Rublev gab sich noch nicht geschlagen, schaffte kurz darauf das Break zum 3:4-Anschluss. Und sogar noch mehr: 4:4-Ausgleich inklusive des nächsten Breas zum 5:4. Der Russe war on fire, traf nun fast alles und servierte zum Matchgewinn. Es passte zur Dramaturgie des Matches, das Thiem zurückschlug, sogar einen Matchball abwehrte und das Break zum 5:5 schaffte. Auch die beiden kommenden Spiele holte sich der Österreicher und gewann letztlich mit 5:7, 7:5, 7:5. Am Netz entschuldigte sich „Domi“ dann sogar bei seinem Gegner für den knappen Erfolg.

Das kommende Duell könnte dann gleich der nächste Kracher werden. Es geht nämlich gegen den Gewinner der Partie Novak Djokovic gegen Borna Coric.


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