Sie scheint wieder in der Spur. „Angie“ kämpft sich gegen eine starke Russin nach 0:3 zurück in die Partie und darf am Ende jubeln.


Schwacher Beginn – umso stärker zurückgekämpft

Kerber agierte in der Anfangsphase mit viel zu vielen leichten Fehlern. Die logische Konsequenz: Glattes Aufschlagspiel der Russin zum 1:0, Break Kasatkina zum 2:0. Das ganze nach nur sechs Minuten. Kerber war in ihren Schlägen viel zu flach, schlug Ball um Ball ins Netz und machte einen sichtlich entnervten Eindruck. Dann allerdings fand die Nummer 14 der Welt allmählich zu ihrem Spiel – und nun war es die 20-jährige Russin, die sich nach dem 3:3-Ausgleich genervt präsentierte.

Kasatkina spielte zwar deutlich mehr Winner, machte aber auch viele leichte Fehler. In der Folge blieb bis zum 6:6 alles in der Reihe, da beide Spielerinnen sich nun deutlich konstanter präsentierten. Im Tiebreak behielt die deutlich erfahrenere Kerber dann die Nerven und setzte sich mit 7:5 durch. Ein wichtiger Satzgewinn.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs machte Angelique Kerber mit ihrem nun guten Rhythmus weiter: Druckvoll, ruhig und mit klugen Tempowechseln nahm sie das Heft immer mehr in die Hand. Und zeigte sich nun auch beim eigenen Service souverän, gewann die ersten beiden Aufschlagspiele zu Null und zu 15.

Beim Stand von 2:2 folgte die Entscheidung im Match. Zuerst wehrte „Angie“ bei 0:40 gleich drei Breakbälle erfolgreich ab, um sich kurz darauf selbst ein Break zum 4:2 zu sichern. Damit war die Gegenwehr der 20-jährigen Kasatkina gebrochen.

Die Gegnerin im Viertelfinale heißt Karolina Pliskova. Die Nummer vier der Welt – in Tokio an Position zwei gesetzt – gewann ihre Partie gegen die Polin Linette ganz glatt mit 6:2, 6:1. Im direkten Vergleich steht es 5:3 für Kerber. Ein gutes Omen?

Tatjana Maria vergibt zweimal ein 5:3

Die an Nummer sechs gesetzte Tatjana Maria ist beim WTA-Turnier in Seoul hingegen bereits in der ersten Runde gescheitert. Die 30-Jährige unterlag der Amerikanerin Kristie Ahn (Nummer 124 der Welt) überraschend mit 5:7, 5:7. In beiden Sätzen verspielte die Deutsche jeweils eine klare Führung.

Im ersten Durchgang führte Maria mit 3:1 und 5:3, ehe sie vier Spiele in Serie abgab. Der zweite Satz war eine Duplizität der Ereignisse, denn erneut ließ sich Maria ein 3:1 sowie ein 5:3 noch aus der Hand nehmen. Nach 1:44 Stunden verwandelte die 25-Jährige Ahn dann ihren ersten Matchball.

Für Tatjana Maria war es nach ihrer starken Vorwoche, in der sie das Halbfinale von Quebec erreichte, ein derber Rückschlag. Nach ihrem Ausscheiden ihr keine deutsche Spielerin mehr in Südkoreas Hauptstadt vertreten, denn bereits am Montag verlor Andrea Petkovic glatt in zwei Sätzen gegen die Tschechin Denisa Allertova gescheitert.

Enttäuschung auch in China

Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen die Lokalmatadorin Lu hatte Mona Barthel im Achtelfinale von Guangzhou keine Chance. Die 27-Jährige unterlag der Serbin Aleksandra Krunic glatt mit 4:6, 0:6. Nach nur einer Stunde war die Partie beendet.

Im ersten Durchgang kämpfte sich Barthel nach einem 0:4-Rückstand zwar zurück in das Match und war beim 4:5 noch einmal dran, musste dann aber den Satzverlust hinnehmen. Im zweiten Satz gelangen der Deutschen dann nur noch elf Punkte, die letzten die Spiele gingen allesamt zu 15 verloren. Barthel war die einzige deutsche Starterin in China.

 

Angelique Kerber

 

 

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