Die ehemalige Nummer zwei tanzt gleich auf drei Hochzeiten.

Der Turnierdirektor-Job beim Masters von Indian Wells, dazu die T√§tigkeit im Coaching-Team des Franzosen Lucas Pouille ‚Äď Tommy Haas sollte eigentlich mit der Karriere nach der Karriere voll ausgelastet sein. Trotzdem tritt er auch noch auf der Champions-Tour an. So wie jetzt, beim Abschlussturnier der ‚Äěalten Herren‚Äú in der ebenso altehrw√ľrdigen Royal Albert Hall von London.

Tommy trifft alte Bekannte

Dort trifft sich die Cr√®me de la Cr√®me der Ex-Profis ab heute im edlen Ambiente. Im Interview mit der ATP zeigte sich Haas erfreut dar√ľber, sich nach seinem Debut-Sieg beim Legenden-Turnier auf Mallorca erneut mit alten Weggef√§hrten messen zu k√∂nnen: ‚ÄěIch spiele mein erstes Match gegen Xavier Malisse, mit dem ich in der Vergangenheit oft in der IMG Academy trainiert habe. Es ist toll, die bekannten Gesichter zu sehen, egal ob es Juan Carlos Ferrero, Mark Philippousis, Goran Ivanisevic oder John McEnroe ist.‚Äú

Haas ist in London in einer Gruppe mit dem erwähnten Belgier Malisse und Greg Rusedski. In der anderen Gruppe präsentieren Vorjahressieger Juan Carlos Ferrero, Goran Ivanisevic und Mark Philippousis ihr immer noch vorhandenes können. Komplettiert wird das Turnier durch einen Doppelwettbewerb, bei dem auch noch die Altmeister Mansour Bahrami, Henri Leconte, Mikael Pernfors, Thomas Enquist, John McEnro, Carlos Moya und Tim Henman ins Geschehen eingreifen.

Der Turnierdirektor-Posten brachte einen Perspektivwechsel

Angesprochen auf seine Rolle als Turnierdirektor im kalifornischen Indian Wells spricht Haas vor allen Dingen an, dass die neue Aufgabe f√ľr ihn einen absoluten Perspektivwechsel gebracht hat. ‚ÄěDer Egoismus ist verflogen‚Äú, sagt Haas und verweist dabei auf das selbstbezogene Denken, das allen aktiven Profis irgendwo gemeinsam ist. ‚ÄěEs geht nicht mehr nur um mich. Jetzt geht es mehr darum, was die Spieler wollen und brauchen und was ich machen kann, damit die Aktiven sich besser f√ľhlen. Es geht um die Fans, die Sponsoren, darum, dass das Turnier eine runde Sache f√ľr alle wird.‚Äú

Haas als Ratgeber f√ľr Pouille

Und auch an anderer Stelle ist Haas jetzt eher als ‚ÄěDienstleister im Hintergrund‚Äú t√§tig. Fr√ľher als erwartet ist er ins Trainer-Business eingestiegen und zus√§tzlich zu seinen Aufgaben in Indian Wells Teil des Teams von Lucas Pouille geworden. ‚ÄěIch dachte nicht, dass ich so fr√ľh im Coaching-Bereich t√§tig werden w√ľrde‚Äú, gibt Tommy Haas zu. ‚ÄěAber wenn man um Rat gefragt wird und um ein bisschen Hilfe, dann versuche ich das m√∂glich zu machen.‚Äú Speziell in Bezug auf Pouille, der zuletzt eher mittelm√§√üige Ergebnisse ablieferte, ist noch nicht klar, in welchem Umfang die die Zusammenarbeit fortgesetzt wird. Zumal der Deutsche auch betont, dass seine Familie nun h√∂chste Priorit√§t genie√üt.

An die Chance Pouilles, sich wieder mehr Richtung Spitze der Weltrangliste zu bewegen, glaubt Haas aber auf jeden Fall: ‚ÄěLucas hat eine Menge Potential. Ich mag sein Spiel sehr. Er ist ein gro√üartiger Athlet und besitzt genug Klasse, um gute Jahre vor sich zu haben.‚Äú

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