Wer schnappt sich die Krone in Toronto?



Der Titelkampf beim diesjährigen Rogers Cup ist eine weitere Folge von jung gegen alt. Der 20-Jährige Stefanos Tsitsipas fordert die Nummer 1 der Welt Rafael Nadal. Das Match ist eine Wiederholung des diesjährigen Finals in Barcelona, wo Nadal Tsitsipas mit 6:2, 6:1 vom Platz schickte. Doch der Grieche hat seitdem eine große Entwicklung hingelegt. Kann er sich in Toronto revanchieren?

Tsitsipas mit Chance auf ersten Titel

Gut drauf ist der 20-Jährige auf jeden Fall. Nach seinem Comeback-Sieg gegen Alexander Zverev hat er im Halbfinale nun auch Kevin Anderson nach Satzrückstand bezwingen können. Mit seinem 6:7(4), 6:4, 7:6(7) Sieg über den Südafrikaner hat Tsitsipas nacheinander Dominic Thiem, Novak Djokovic, Alexander Zverev und nun eben Kevin Anderson aus dem Wettbewerb genommen. Damit ist Stefanos Tsitsipas auf dem Weg Geschichte zu schreiben. Gelingt ihm der Sieg gegen Rafael Nadal, dann ist er der erste Spieler seit Einführung des ATP Rankings 1973, der außerhalb der Finals fünf Top 10-Spieler am Stück schlagen konnte.

Doch die Aufgabe für den 20-Jährigen ist gewaltig. Steht er doch vor der Herausforderung gegen die Nummer 1 der Welt seinen ersten ATP-Titel überhaupt zu gewinnen. Und dann gleich ein Masters. „Vier Siege gegen Top 10-Spieler. Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass ich das in einem einzigen Turnier aus mir rausholen kann“, sagte Tsitsipas in der Pressekonferenz nach seinem Sieg. Gelingt im der Titel, dann hat sich Tsitsipas das wohl schönste Geburtstagsgeschenk selber gemacht. Der Next Gen-Spieler feiert heute seinen 20. Geburtstag.

Nadal steht vor 80 Karrieretitel

Doch nicht nur Tsitsipas sondern auch Rafael Nadal steht vor der Tür zu einer neuen Bestmarke. Nach seinem 7:6(3), 6:4-Halbfinale gegen Karen Khatchanov kann er einige neue Zeilen in die Tennis-Geschichtsbücher eintragen. Denn mit einem Triumph in Toronto würde Nadal seinen 80 Karrieretitel einfahren und seinem Masterstitel Nummer 33 mit nach Hause nehmen. Titel Nummer 80 würde der Spaniern neben Roger Federer, Ivan Lendl und Jimmy Connors zum erst vierten Spieler machen, der in der Open Era diese Marke knacken konnte.

„Ich bin glücklich über alles“, sagte der Spanier nach seinem Finaleinzug und lobte auch seinen nächsten Gegner. „Er hat nicht einfach nur eine Stärke, er hat alles“. Nadal ist also gewarnt, wenn es ins Finale geht.

Das Match startet um 22 Uhr deutscher Zeit.

 

Tennis-Point.de