Niemand schlug bei einem Masters 1000 mehr Top-Ten-Spieler.



Nicht zu stoppen

Stefanos Tsitsipas ist aktuell auf dem besten Weg, ein ganz Großer zu werden. Und wenn es um dieses Ranking geht, dann ist der 20-Jährige schon jetzt einer. Mit seinem Halbfinalsieg in Toronto über Kevin Anderson stellte der Grieche nämlich einen jahrealten Rekord ein und darf jetzt mit Goran Ivanisevic, Thomas Enqvist, Guillermo Cañas und Jo-Wilfried Tsonga in einem Atemzug genannt werden.

Alle fünf Spieler schafften es, bei einem ATP 1000er vier Matches gegen Top-Ten-Spieler zu gewinnen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt laut der Weltrangliste selbst nicht zu den zehn besten Tennisspielern gehörten. Beim Rogers Cup bezwang Tsitsipas unter anderem Dominic Thiem (Nummer acht der Weltrangiste), Novak Djokovic (Platz zehn), Alexander Zverev (Platz drei) und eben Kevin Anderson (Platz 6).

Wird Tsitsipas alleiniger Rekordhalter?

Sollte der griechische Durchstarter auch noch sein Finale gegen Rafael Nadal gewinnen, würde er mit fünf Siegen gegen Top-10-Spieler als alleiniger Rekordhalter in diese Statistik eingehen – als wäre der erste ATP-Titel nicht schon sensationell genug. Aktuell ist der Grieche die Nummer 27 der Welt, wird aber dank seines Finaleinzugs in Toronto einen weiteren Sprung machen. Zum Vergleich: Ivanisevic war zum Zeitpunkt seines Rekords Elfter, Enqvist 18., Cañas 19. und Tsonga 15. – letzteren beiden gelang das Kunststück übrigens ebenfalls in Toronto.

Hinweis: In der folgenden Grafik ist der Tsitsipas-Sieg über Anderson noch nicht berücksichtigt worden.

Seit 2014 – also seit Tsongas Triumphen beim Rogers Cup gegen Novak Djokovic, Roger Federer, Grigor Dimitrov und Andy Murray – hatte dieser Rekord geruht – bis ein griechischer Wirbelwind namens Stefanos Tsitsipas über Toronto hineinbrach.