Die Weißrussin nimmt sich ein schlechtes Vorbild an „Handtuch-Macho“ Verdasco. 




Der Sittenverfall im Profitennis hat zuletzt bedenkliche Ausmaße angenommen. Fernando Verdasco lässt grüßen. Für seine respektlose „Hopp, Hopp“-Aktion gegenüber einem Ballkind beim ATP-Turnier in Shenzhen hatte der Spanier harsche Kritik geerntet.

Verdascos Fehlverhalten färbt ab

Im Match gegen den japanischen Qualifikanten Yoshihito Nishioka war dem 34-Jährigen sauer aufgestoßen, dass ihm zwischen einem Ballwechsel das Handtuch nicht schnell genug gebracht worden war. Daraufhin machte Verdasco dem zuständigen Balljungen unsensibel deutlich, dass er sich doch bitte schneller in seine Richtung bewegen solle.

Aryna Sabalenka hat aus dem Vorfall offensichtlich nichts gelernt – ganz im Gegenteil: Beim WTA-Turnier in Peking sorgte die 20-jährige Weißrussin für den nächsten Eklat. Ein berühmter italienischer Fußballtrainer würde die Aktion, die sich während der Achtelfinalpartie gegen Caroline Garcia abspielte, wohl mit „Sabalenka, Flasche leer“ umschreiben.

„Bottle Gate“ durch Sabalenka

Anstatt die leere Wasserflasche ohne Murren in den Mülleimer zu werfen, fuchtelte die Wuhan-Siegerin wild damit herum – scheinbar, um ein Ballkind darauf aufmerksam zu machen. Es folgte der Gipfel der Respektlosigkeit: Weil niemand herbeieilte, warf Sabalenka die Flasche einfach auf den Boden. Selbst wenn sie ein neues Getränk ordern wollte, bleibt das Verhalten fragwürdig.

Die sportliche Quittung gab es von Lokalmatadorin Qiang Wang, die Sabalenka am Freitag im Viertelfinale mit 7:5, 7:5 besiegte.