Das letzte Major des Jahres ist gestern zu Ende gegangen. Aber diese fünf Partien sind im Gedächtnis geblieben.

Rafael Nadal hat sich im Finale gegen Kevin Anderson auf eindrucksvolle Art und Weise seinen 16. Grand-Slam-Titel erspielt. Auf dem Weg zu seinem 3. US Open-Erfolg (2010, 2013) zeigte er exzellentes Tennis und war der stabilste Spieler. Auf der Seite der Damen konnte Sloane Stephens den Titel erringen. Mit einem Erfolg der 24-jährigen US-Amerikanerin hatte vor dem Turnier sicher kaum einer gerechnet. Neben den beiden Turniersiegern sorgten aber auch andere Spieler für Aufsehen. Die folgenden fünf Matches stachen dabei heraus.

Die besten fünf Spiele der US Open 2017

1. Roger Federer – Frances Tiafoe 4:6, 6:2, 6:1, 1:6, 6:4

Roger Federer konnte zwar nicht das dritte große Turnier in dieser Saison gewinnen, dennoch sorgte er schon in der ersten Runde gemeinsam mit Frances Tiafoe für ein hochkarätiges Match. Der 19-jährige Tiafoe dominierte im ersten Satz das Geschehen. Mit seinem aggressiven Spiel von der Grundlinie setzte er Federer enorm unter Druck, der erst im zweiten und dritten Satz zum Taktgeber der Partie wurde. Tiafoe aber ließ nicht locker und demonstrierte in Satz vier und fünf nochmal sein ganzes Talent. Trotz eines abgewehrten Matchballs konnte er Federers Einzug in Runde zwei nicht mehr verhindern.

Maria Sharapova – Simona Halep 6:4, 4:6, 6:3

Mit einer Wildcard startete Maria Sharapova in das letzte Grand-Slam des Jahres. Bei nüchterner Betrachtung ihres sportlichen Auftritts hatte sie sich diese schon in ihrem ersten Spiel nachträglich verdient. Simona Halep wusste vor ihrem siebten Duell mit der Russin, was auf sie zukommt und doch konnte sie Sharapova nicht aufhalten. Sowohl der erste und zweite Satz war geprägt von vielen Breakmöglichkeiten und verpassten Chancen. Vieles deutete auf einen 2-Satz-Sieg der Russin hin, aber Halep steckte nicht auf und sorgte mit einer furiosen Leistung nach 1:4-Rückstand für einen entscheidenden dritten Satz. In diesem hagelte es wieder Winner-Schläge der Russin, zu viele für Halep.

Venus Williams – Petra Kvitova 6:3, 3:6 7:6 (7:2)

Mit einer 2:34 Stunden dauernden Hammerpartie sorgten Venus Williams und Petra Kvitova in einem ausverkauften Stadion für ein Viertelfinale voller Höhepunkte. Die Spielerinnen agierten offensiv und ohne Rücksicht auf vermeidbare Fehler. Die ältere Williams-Schwester ließ sich vom ersten Break Kvitovas nicht beeindrucken und sicherte sich den ersten Satz. Kvitova sorgte anschließend für die Wende und hatte auch im dritten Satz das Momentum zuerst auf ihrer Seite – den Sieg sicherte sich dennoch die Lokalmatadorin.

Juan Martin Del Potro – Dominic Thiem 1:6, 2:6, 6:1, 7:6 (7:1), 6:4

Ganze drei Spiele konnte Del Potro in den ersten beiden Sätzen für sich entscheiden. Dominic Thiem zeigte in dieser Phase des Achtelfinals gegen einen angeschlagen wirkenden Argentinier eine starke Partie und hatte diese komplett unter Kontrolle. Del Potro kämpfte sich zurück, holte sich den dritten Satz und die Aufholjagd sollte kein Ende finden. Der Argentinier wehrte zwei Matchbälle im vierten ab und sorgte gemeinsam mit Thiem für eine unglaubliche Atmosphäre im Stadion. Im fünften Satz wurde der starke Willen del Potros belohnt.

Jo-Wilfried Tsonga – Denis Shapovalov 4:6, 4:6, 6:7 (3:7)

Denis Shapovalov hatte schon vor dem Spiel gegen den französischen Top-Spieler für zahlreiche Highlights in der Saison gesorgt. Gegen Tsonga folgte die nächste eindrucksvolle Vorstellung des Jungstars. Selten war Tsonga der Spieler, der das Geschehen diktierte. Im zweiten Satz präsentierte sich der Franzose mit einer anderen Körpersprache, die Dominanz seines Gegners riss jedoch nicht. Shapovalov feuerte aus allen Lagen Winner-Schläge. Ein Highlight war immer wieder die einhändige Rückhand des Kanadiers. Auch im Tie-Break des dritten Satzes konnte Tsonga nicht mehr für eine Wende sorgen und Shapovalov setzte das nächste Ausrufezeichen seiner starken Saison.

 

 

Juan Martin Del Potro

 

 

 

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