Anderson war nach dem Halbfinale ganz fokussiert auf das eine Match, dass er noch zu spielen hat. Carreno Busta dagegen gab trotz Niederlage ein neues Saisonziel aus.

Das erste Halbfinale bei den US Open produzierte natürlich einen überglücklichen Sieger aus Südafrika, der in sein erstes Grand-Slam-Finale einzieht. Aber auch der Verlierer aus Spanien zeigte sich zufrieden mit dem Turnier und kämpferisch in Bezug auf den Rest der Saison.

Doppelfehler leitete Niederlage ein

Pablo Carreno Busta sah in der Endphase des zweiten Satzes die Schlüsselphase des Spiels und bezog sich auf einen Doppelfehler bei 5:6 und 30-30, der im letztendlich den Satz gekostet habe.
Danach, so gab der Spanier zu, habe er ein wenig den Faden verloren und Anderson habe mit mehr und mehr Selbstvertrauen agiert. Trotzdem zog er ein positives Turnierfazit mit vielen gewonnen Matches und einer Niederlage, aus der er jetzt viel lernen könne.

Carreno Busta: „Ich habe eine Menge Punkte für meinem Weg zum Masters gewonnen.“

Selbstbewusst meldete der 26-Jährige seinen Anspruch an, am Jahresende beim Tour-Finale der besten acht Spieler dabei zu sein. Nicht ganz unrealistisch, wird er doch nach den US-Open Ranglistenplatz 10 belegen.




Anderson: „Das nächste Match wie alle anderen vorher angehen“

So weit blickte Kevin Anderson nicht voraus, sein primäres ist natürlich das Finale am Sonntag. Er werde versuchen, auch das größte Match seiner Karriere wie die sechs anderen in diesem Turnier anzugehen und vorzubereiten, sagte der Finalist aus Südafrika, der aber in Florida lebt. Bezogen auf das hinter ihm liegende Halbfinale sah er den ersten Satz genau wie sein Gegner als einen Durchgang an, in dem seine vielen eigenen Fehler den Ausschlag zugunsten des Spaniers gegeben hätten. Trotzdem hätte er Zuversicht aus der Tatsache gezogen, auch in dieser Phase schon einige Punkte so gespielt zu haben, wie es sein Matchplan vorsah. Mit zunehmender Spieldauer und mehr Selbstvertrauen sei im das dann immer besser gelungen.

Anderson: „Habe ein schwieriges Jahr hinter mir und bin Stück für Stück in die richtige Richtung gegangen“

Anderson erinnerte daran, dass 2016 führ ihn ein schwieriges Jahr war, dass durch viele kleinere und größere Verletzungen geprägt war. Erst in diesem Jahr habe er wieder gefühlt, körperlich in Bestform zu sein. In seiner Wettkampfleistung habe sich das aber erst nach und nach nieder geschlagen, jetzt würde alles zusammen passen.

Neue Routinen helfen dem Südafrikaner bei der Konzentration

Während der US Open war viel vom „neuen“ Kevin Anderson die Rede gewesen, der sich selbst auf dem Platz lautstark anfeuert und die Faust ballt.  Darauf angesprochen erklärte er, das die neuen Routinen, die er auf dem Platz entwickelt hat, dazu dienen, sich einerseits auf die positiven Aspekte seines eigenen Spiels zu konzentrieren und andererseits eventuell aufkommende Nervosität im Zaum zu halten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ihm das auch in einem großen Finale gelingen kann.

Zu jung für Kevin Curren – Pete Sampras als Vorbild

Anderson ist der erste Südafrikaner im Endspiel eines großen Turniers seit Kevin Curren im Jahre 1985. Daraufhin angesprochen erklärte er, dass er als Jahrgang 1986 zwar als Kind von Curren gehört und ihn mittlerweile auch mehrfach getroffen habe, selbst als Teenager aber den damals aktuellen Spitzenspieler Pete Sampras sowie seinen Landsmann Wayne Ferreira verehrt habe. Um Curren wirklich spielen zu sehen, sei er damals einfach zu jung gewesen, gab der frischgebackene US-Open-Finalist fast entschuldigend an.

Wie gut kennst du die Tennis-Plätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!