Alles bleibt beim Alten.




Eigentlich hätten bei den Australian Open 2019 nur noch 16 Gesetzte an den Start gehen sollen. Hammer-Duelle, wie Rafael Nadal gegen Nick Kyrgios oder Roger Federer gegen Milos Raonic, wären damit bereits in Runde eins möglich gewesen.

Spieler und TV-Stationen machen Druck

In der Praxis bleibt allerdings alles beim Alten. Nach Rücksprache mit Spielern und Fernsehstationen ruderten die Verantwortlichen der Grand-Slam-Turniere zurück und gaben am letzten Donnerstag bekannt, dass im Jahr 2019 alle vier Majors wie bisher üblich mit 32 Gesetzten über die Bühne gehen werden.

 

Jayne Hrdlicka (Australian Open), Bernard Giudicelli (French Open), Philip Brook (Wimbledon) und Katrina M. Adams (US Open) hatten sich bereits am 6. September in New York für die Beibehaltung des aktuellen Systems entschieden.

Bei den Profis dürfte diese Entscheidung mit Wohlwollen aufgenommen worden sein. Denn mit nur 16 gesetzten Spielern wäre die Wahrscheinlichkeit eines frühen Scheiterns für die Top-Spieler erhöht worden.

Mega-Duelle in frühen Runden bleiben graue Theorie

Beispiel Australian Open 2017: Ob Roger Federer in Melbourne auch mit dieser verschärften Regelung gewonnen hätte, bleibt hypothetisch. Damals war der Schweizer nur die Nummer 17 der Welt und damit möglicher Erstrunden-Gegner für Rafael Nadal oder Novak Djokovic. Spektakuläre Matches mit dieser Kragenweite wird es also weiterhin vorerst nur in den späten Runden der Grand-Slam-Turniere zu bewundern geben.

 

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