Novak Djokovic hat den Kampf gegen Gegner Karen Khachanov und die Dunkelheit gewonnen. Juan Martin del Potro muss dagegen morgen nachsitzen.




Auch ansonsten hatte das Matche des Serben gegen den jungen Russen Khachanov mit der Partie des Argentiniers gegen den französischen Routinier Gilles Simon nicht viel gemeinsam. Während Novak Djokovic beim 6:4, 6:2, 6:2 gegen Karen Khachanov (ATP 40) teilweise eine spielerische Qualität präsentierte, die an seine besseren Tage erinnerte, hangelte sich Juan Martin del Potro mehr schlecht als recht durch sein Match gegen Gilles Simon (ATP 53).

Und versäumte es auch noch, nach zwei gewonnen Sätzen den Sack im dritten Durchgang zu zu machen. Stattdessen geht die Partie nun morgen beim Stand von 7:6, 7:6, 5:7 aus Sicht des Argentiniers weiter.

Del Potros Vorhand wackelt

Del Potro spielte über die gesamte Partie hinweg ungewöhnlich fahrig und zeigte auch mehrfach deutlich seinen Unmut über die eigene Leistung. Gerade die sonst so harte und präzise Vorhand ließ in heute oft im Stich. Ungewöhnlich oft sprang ihm der Ball dabei erst an den Rahmen, um dann irgendwo weit im Aus zu landen. In Satz eins und zwei ging das trotzdem noch gut, weil er sich rechtzeitig zu den beiden Tiebreaks zusammen riss und dort jeweils frühzeitig die Weichen Richtung Satzgewinn stellte.

Im dritten Durchgang schaffte es del Potro dann aber nicht mehr, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Zwar holte er ein 4:1 für Simon noch auf, danach sorgte der Franzose aber mit einem Break zum 7:5 dafür, dass der Rest der Partie wegen der hereinbrechenden Dunkelheit auf morgen verlegt werden musste. Auch der Satzball, den del Potro im Glauben dass er ins Aus fliegen würde einfach passieren ließ, zeigte nochmal abschließend, dass der „Turm von Tandil“ heute spielerische Schieflage hatte.

Djokovic überzeugt gegen Khachanov

Novak Djokovic dagegen agierte hochkonzentriert für das offensichtliche Ziel, seine Partie heute beenden zu können. Dies gelang ihm in beeindruckender Art und Weise. In Satz eins musste er noch selber zwei Breaks hinnehmen, danach dominierte er den Russen mehr und mehr deutlich.

Der hatte in den Sätzen zwei und drei  kaum noch eine Chance gegen die Mischung aus aggressiven Grundlinienspiel und hoher Qualität in der Defensive, die an den Djokovic vor seiner spielerischen Krise erinnerte. In der heute gezeigten Form geht Djokovic als Favorit in sein Viertelfinale gegen den Japaner Kei Nishikori, der zuvor am Tag Zverev-Bezwinger Ernests Gulbis (Lettland) in vier Sätzen geschlagen hatte.

 

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