John Isner schlägt Milos Raonic und spielt nun am Freitag gegen Kevin Anderson. Im zweiten Halbfinale stehen sich Rafa Nadal und Novak Djokovic gegenüber.


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Der 33-jährige US-Profi hat ausgerechnet in Wimbledon, wo er zuvor nie über die dritte Runde hinaus gekommen war, zum ersten Mal das Halbfinale eines der vier bedeutendsten Turniere der Welt erreicht. In einer Partie, die ganz klar von den den starken Aufschlägen der beiden Akteure geprägt war, setzte sich John Isner mit 6:7, 7:6, 6:4, 6:3 gegen den Kanadier Milos Raonic durch.

Isner mit den einzigen beiden Breaks der Partie

Dabei gelang Isner sowohl in Satz drei als auch in Durchgang vier, was lange Zeit der Partie ein Ding der Unmöglichkeit zu sein schien. Nämlich ein Spielgewinn bei Aufschlag des Gegners. Raonic gelang dagegen im gesamten Match nicht ein Break, seine einzige Chance dazu machte Isner im dritten Durchgang zunichte. Die Nummer zehn der ATP-Rangliste trifft nun am Freitag auf den Südafrikaner Kevin Anderson.

Anderson schafft die Sensation gegen Federer

Anderson hatte zuvor auf dem Court 1 in Wimbledon sensationell den achtfachen Wimbledonsieger Roger Federer ausgeschaltet. Und das, nachdem dieser schon mit zwei Sätzen in Front war und in Durchgang drei bei 5:4 einen Matchball hatte. Anderson führte die scheinbar verlorene Partie aber in einen fünften Satz und bot auch da dem an Nummer eins gesetzten Federer immer wieder Paroli, indem er gleich sieben Mal erfolgreich gegen den Matchverlust servierte. Selbst nutzte er seine erste und einzige Breakchance im Entscheidungssatz dann eiskalt. Am Ende setzte sich Anderson gegen einen Federer, der nach eigener Aussage sein Level nach dem ersten Satz nicht mehr hoch genug halten konnte und gerade beim Spiel von der Grundlinie verunsichert wirkte mit 2:6, 6:7, 7:5, 6:4, 13:11 durch.

Ein Klassiker im zweiten Halbfinale

Damit ist der Traum einer direkten Konfrontation der Dauer-Rivalen Nadal und Federer in diesem Turnier ausgeträumt. Im anderen Halbfinale kommt es aber zu einem Duell, das ähnliches Klassiker-Potential hat und über die Jahre hinweg sogar schon öfter auf dem Spielplan stand. Novak Djokovic und Rafael Nadal haben sich nach einer Rasen-Durststrecke wieder für ein Wimbledon-Halbfinale qualifiziert. Der Serbe war dort zuletzt vor drei Jahren aufgetaucht, Nadal musste sogar seit 2011 auf eine Vorschlussrunden-Teilnahme an der Church Road warten.

Djokovic als souveräner Sieger über Nishikori

Novak Djokovic musste heute auf dem Weg dorthin allerdings weit weniger Körner lassen als der Weltranglistenerste aus Manacor. In seiner Partie gegen den Japaner Kei Nishikori musste er lediglich eine kleine Durststrecke in Satz zwei überstehen, insgesamt löste er aber das Halbfinal-Ticket mit einem  6:3, 3:6, 6:2, 6:2 nicht nur als erster, sondern auch mit dem deutlichsten Ergebnis.

 

Nadal mit großem Fight gegen del Potro 

Rafael Nadal dagegen musste fast fünf Stunden lang wirklich alles geben, um über einen aufopferungsvoll kämpfenden Juan Martin del Potro die Halbfinalteilnahme klar zu machen. Der aktuelle Branchenführer schien die Partie zunächst sicher im Griff zu haben und stand danach doch bei einem 1:2 Satzrückstand plötzlich recht dicht vor dem Aus. Nach einem mitreißenden fünften Satz, der die Zuschauer immer weider dazu brachte, beiden Akteuren stehend zu applaudieren, sicherte sich Nadal aber schließlich doch mit 7:5, 6.7, 4:6, 6:4, 6:4 einen Platz unter den letzten vier Teilnehmern des Turniers.

 

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