Der nächste Top-Gesetzte ist draußen – in den frühen Samstag-Abendstunden hat es Alexander Zverev erwischt.

Die Rasensaison hatte sich Alexander Zverev sicherlich anders vorgestellt. Erst behinderte die Oberschenkelverletzung aus Paris den Deutschen in der Vorbereitung von Halle, dann bekam der 21-Jährige eine harte Auslosung in Wimbledon. Doch bevor es gegen Geheimfavoriten Nick Kyrgios oder Kei Nishikori ging, musste Alexander Zverev bereits heute die Segel gegen Ernests Gulbis streichen.

Gegen den Letten ließ der Deutsche zum Ende hin stark nach und musste sich mit 6:7(2) 6:4 7:5 6:3 6:0 nach drei Stunden und 20 Minuten geschlagen geben.

Damit sind nun auch bei den Herren insgesamt fünf der zehn Top-Gesetzten ausgeschieden — und auch der letzte Deutsche.

Zverev beißt sich wieder rein, verliert dann den Faden

Während der ersten beiden Sätze begegneten sich Gulbis und Zverev auf Augenhöhen, den ersten Durchgang sicherte sich der Lette mit 7:6(2), während Zverev im zweiten Satz seinen Breakvorsprung mit 6:4 absichern konnten.

Im dritten Satz gelang es dem 21-Jährigen sich noch einmal aus größeren Schwierigkeiten zu befreien. Gulbis schlug beim Stand von 5:3 bereits zum Satzgewinn auf, konstruierte die Punkte schlauer als der Deutsche, doch der Weltranglisten-3. biss sich durch die nächsten vier Spiele und drehte den Durchgang noch zu seinen Gunsten zum 7:5.

Danach verlor Zverev allerdings zunehmend die Spur, produzierte mehr Fehler im Gegensatz zu Gulbis, der auf dem Platz einfach frischer wirkte. Gulbis gelang der Ausgleich nach drei Stunden zum 7:6(2) 4:6 5:7 6:3 und schenkte einem schwerfällig Zverev im entscheidenden Durchgang die Höchststrafe von 6:0 ein.

Ernests Gulbis trifft in der nächsten Runde entweder auf Nick Kyrgios oder Kei Nishikori.