Gegen die Nummer zwölf der Welt gelingt ein glatter Triumph.




Kerber fast fehlerfrei

Im dritten Wimbledon-Halbfinale ihrer Karriere ging es für Angelique Kerber gegen die Lettin Jelena Ostapenko. Ein großer Vorteil für die Deutsche, die das Gefühl, in einem so großen Match auf dem historischen Center Court zu stehen, schon bestens kannte. Für die junge Ostapenko war es mit ihren 21 Jahren der erste große Auftritt auf dem heiligen Rasen.

Genau dies war zu Beginn der Partie zu erkennen. Zwar gab die Lettin das Tempo vor, aber „Angie“ agierte aus einer kontrollierten und starken Defensive. Hatte zur Folge, dass sich Ostapenko immer wieder zu Fehlern hinreißen ließ. Zu sehen unter anderem, als die Nummer zwölf der Welt mit einer leichtfertig verzogenen Rückhand das Break zum 4:3 für Kerber begünstigte. Oder auch beim Stand von 5:3 für die Deutsche, als Ostapenko mit einem Doppelfehler den ersten Durchgang beendete. Der bereits 19. leichte Fehler, während Kerber mit nur zwei Unforced Errors eine hochkonzentrierte Leistung zeigte.

Macht Görges das deutsche Finale perfekt?

Im zweiten Satz ging es dann ganz schnell. 1:0, 2:0, 3:0 – nach nur elf Minuten lag „Angie“ ganz deutlich auf Kurs Richtung zweitem Wimbledon-Finale. Während Ostapenko immer mehr mit sich selbst haderte, zeigte die DTB-Spielerin eine völlig souveräne Leistung. Kerber zog konsequent ihr Spiel durch und triumphierte am Ende mit 6:3, 6:3. Die Siegerin nach dem Match:

Ich wollte mich einfach gut bewegen und meine Chancen nutzen. Hier auf dem Center Court wieder in einem Finale zu stehen, ist ein großartiges Gefühl. Ich bin so aufgeregt.

Nun sind alle Blicke ganz gespannt auf Julia Görges gerichtet. Sie trifft im zweiten Halbfinale des Tages auf die siebenmalige Wimbledon-Siegerin Serena Williams. „Jule“ gilt als Außenseiterin, kann aber auf die bisher starken Leistungen aufbauen.

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