Auch weiterhin ist in diesem Jahr das Turnier in Indian Wells kein gutes Pflaster für gesetzte Spieler.

Dieses Jahr sah das Draw in Indian Wells stellenweise schon sehr komisch aus. Besonders bei den Herren sind durch das Fehlen von Rafael Nadal, Andy Murray, Stan Wawrinka und Kei Nishikori einige der Topspieler nicht am Start. Aber auch das Turnier selber produziert weiterhin ungewöhnliche Match ups. Was vor allem daran liegt, dass ziemlich viele Gesetzte früher als erwartet aus dem Event ausscheiden.

Monfils kämpft sich gegen Isner durch

Einer dieser Gesetzte ist z.B. John Isner. Die Nummer 15 der Setzliste musste in der zweiten Runde gegen Gael Monfils den Kürzeren ziehen. Natürlich ist ein Match gegen den Franzosen kein Leichtes, geht man aber nach dem Ranking, hätte sich der Amerikaner durchsetzen müssen. In einem teilweise mehr als kurzweiligen Match ist es der Franzose, der sich mit 6:7, 7:6, 7:5  behauptet. Ein Ergebnis, das Gael Monfils zu einer kleinen Tanzeinlage animiert.

 

Mit seiner Niederlage gegen Monfils war John Isner aber nicht alleine. Lucas Pouille, Nummer Neun des Turniers, Diego Schwartzmann als Nummer Vierzehn, Kyle Edmund, Nummer 21, Alexander Zverev, die Nummer Vier, Novak Djokovic, Nummer Dreizehn, und Gilles Müller als Nummer 24 konnten alle schon wieder die Koffer packen.

Anisimova stoppt Kvitova

Ein Bild, dass sich bei den Damen wiederholt. Auch hier fliegen in diesem Jahr viele Gesetzte schon recht früh aus dem Turnier. So musste sich Petra Kvitova, nach vierzehn Siegen hintereinander, Amanda Anisimova geschlagen werden. Die erst 16-Jährige US-Amerikanerin ist amtierende US Open-Siegerin der Juniorinnen und versucht nun langsam den Übergang auf die Damentour. So weit gelingt ihr das sichtlich gut. Die junge Spielerin zeigt, trotz des zarten Alters, schon ein sehr erwachsenes Spiel und mentale Stärke.

 

Zwar tanzte sie nach ihrem Sieg nicht wie Gael Monfils. Mehr als gefreut, hat sie sich trotzdem. „Ich zittere gerade. Das ist die größte Bühne, auf der ich jemals gespielt habe, gegen die stärkste Person, gegen die ich jemals in einem Turnier gespielt habe. Es ist einfach verrückt“, sagte die 16-Jährige nach ihrem Sieg.

Weitere gesetzte Damen raus

Aber auch Petra Kvitova musste ihr Schicksal nicht alleine ertragen. Mit ihr verabschiedeten sich Kristina Mladenovic (Nummer 14), Jelena Ostapenko (Nummer Sechs), Coco Vandeweghe (Nummer 17) und Shuai Zang (Nummer 32). Auch Victoria Azarenka verlor. In ihrem zweiten Match nach dem Comeback unterlag sie Sloane Stephens. Es war der erste Sieg von Stephens gegen Azarenka. Doch die US Open-Siegerin wusste den Erfolg richtig einzuordnen. Gefragt, wie sie ihren ersten Sieg gegen Azarenka einfahren konnte, sagte sie: „Ich denke, weil sie [Azarenka] grad ein Kind bekommen hat“.

 


 

 

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